Der Tagesspiegel : Leser auf Tour

Mit dem Tagesspiegel ins Grüne: Viele Radler folgten am Wochenende den Ausflugstipps aus unserer Radpartie-Serie

Claus-Dieter Steyer

Marquardt. Hunderte Berliner begaben sich am Wochenende auf Entdeckungstouren ins nordwestliche und westliche Umland. Als Orientierungshilfe dienten ihnen die zwei ersten Folgen unserer Radpartien-Serie „Mit dem Tagesspiegel ins Grüne“. Wer sich gestern vor dem Schloss Marquardt, vor der Bockwindmühle Vehlefanz oder vor der Reichstagskopie in Sommerswalde aufhielt, hatte sofort zu Gleichgesinnten Kontakt. Man erkannte sich am Studium der Landkarte mit der eingezeichneten Route. „Die ersten Gäste mit dem Plan tauchten bei mir schon am Freitagmittag auf“, erzählte Hansi Czada, der Wirt der Gaststätte „Zum alten Krug“ in Marquardt. „Die haben sich gleich am Morgen die Karte aus der Zeitung genommen und sind losgeradelt.“

Zur Mittagszeit waren gestern alle Plätze im Biergarten belegt. Zwischen Apfelsaftschorle und Spargel mit Schnitzel blieb genügend Zeit für die Planung der nächsten Abschnitte. Viele Ausflügler legten ihre Rast aber auch gleich auf der großen Wiese vor dem benachbarten Schloss ein. So wie Familie Weber aus Zehlendorf ging es zahlreichen Radfahrern. Sie seien bislang meistens auf den schon kurz nach der Wende erkundeten Wegen in Brandenburg unterwegs gewesen, erzählte das Ehepaar. Aber vom Schloss Marquardt, dem schönen Schlänitzsee oder der Wublitzinsel hätten sie vorher noch nichts gehört. Bei einigen Ausflüglern gehörte auch die zur jeweiligen Radpartie geschriebene Reportage zum Gepäck. In Ruhe wurde der Text noch einmal gelesen und geprüft. Doch nicht nur Radfahrer nutzten die Karten gestern für ihren Ausflug. Auto- und selbst Motorradfahrer fanden die Ausflugsziele so interessant, dass sie sich zu den jeweils vorgeschlagenen Rastpunkten und Sehenswürdigkeiten auf den Weg machten.

Die bei unserer ersten Tour vorgeschlagene Anreise nach Velten mit der Regionalbahn schien allerdings nicht jedermanns Sache zu sein. „Das ist für mich zu kompliziert“, sagte eine ältere Frau aus Charlottenburg. „Mit der S-Bahn klappt es da besser.“ Dem widersprachen zwei Männer aus Pankow. „Die Tipps mit den preiswerten Tickets für Räder haben uns sehr geholfen“, sagte der vorbildlich mit Schutzhelm, Handschuhen und Radlerhose ausgestattete Mann. Verfahren hat sich nach den gestrigen Erfahrungen kein Ausflügler. Nur die warmen Temperaturen machten einigen ungeübten Radlern zu schaffen. „Da fehlt halt die Erfahrung. Ich habe mich am Morgen viel zu dick angezogen “, stöhnte eine junge Frau. „Beim nächsten Mal rüste ich mich anders aus.“ Oft war von der Vorfreude auf weitere Radpartien zu hören. Die nächste Folge unserer Serie erscheint am kommenden Freitag und lädt zur dritten Entdeckungstour ein – wieder mit beigelegter Karte und einer Sonderseite, auf der wir die Landschaft am Wegesrand vorstellen.

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