Libanon : Jung betont Bedeutung der Unifil-Mission

Zum Beginn seiner Nahost-Reise ist Verteidigungsminister Franz Josef Jung in Beirut im Libanon eingetroffen. Dort hat er noch einmal versichert, dass sich Deutschland bis zum Ende an der Durchsetzung des Friedensprozesses beteiligen wird.

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Entschlossen. Verteidigungsminister Jung betont die Wichtigkeit des Friedensprozesses. -Foto: dpa

BeirutBundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) rechnet mit einer längerfristigen Beteiligung Deutschlands an der internationalen Unifil-Mission vor der libanesischen Küste. Deutschland werde den Friedensprozess im Nahen Osten bis zu Ende begleiten, sagte Jung bei einem Besuch in Beirut. Das Mandat für die Bundeswehr stehe im engen Zusammenhang mit dem Fortgang des Friedensprozesses, betonte er.

Jung verwies auch auf die bevorstehende Nahost-Reise von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), die der Vorbereitung der für Ende November in den USA geplanten Nahost-Konferenz dienen soll. Auf Anregung Steinmeiers wird die Europäische Union einen "europäischen Aktionsplan" für den Nahen Osten ausarbeiten.

820 Soldaten vor der libanesischen Küste im Einsatz

Der Bundestag hatte das Bundeswehr-Mandat für die Unifil-Mission im September um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Mission im Rahmen des Libanon-Einsatzes der Vereinten Nationen (Unifil) soll unter anderem Waffenschmuggel für die radikalislamische Hisbollah vor der Küste des Libanons verhindert werden. Jung zufolge sind hier derzeit 820 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Deutschland ist die Führungsnation der internationalen Flotte.

Beirut ist die erste Station einer einwöchigen Nahost-Reise des Verteidigungsministers. Nach dem Besuch in der libanesischen Hauptstadt wird er in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), nach Jordanien und nach Israel reisen und die in der Region in internationalen Verbänden eingesetzten deutschen Soldaten besuchen. (mit dpa)