Der Tagesspiegel : Lichterkette am Großen Stern: Schüler demonstrieren für Kinderrechte

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Guten Willen möchte niemand Misha Bolouri absprechen. Der Künstler aus Aserbaidschan hat für heute Abend die Aktion „Lichterstadt Berlin“ am Großen Stern organisiert, mit der er auf die weltweite Unterdrückung und Not von Kindern aufmerksam machen will. „Ich bin der Überzeugung, dass diese Aktion eine gute Sache ist“, sagt Reiner Haag, Vertrauenslehrer an der Tempelhofer WernerStephan-Oberschule. Über die lange Dauer der Demonstration ist er allerdings – wie viele Lehrer anderer Schulen auch – verärgert.

Erst in dieser Woche hatte das Schul-Kollegium Details erfahren. So kurzfristig sei es aber schwer, die Aufsicht der Schüler durch Lehrer und Eltern zu organisieren. „Ob wir wirklich viereinhalb Stunden bleiben, müssen wir sehen.“ Lutz Lölke, Leiter der Pasteur-Oberschule in Prenzlauer Berg, glaubt nicht, dass Kinder und Jugendliche bis 23 Uhr für eine Demonstration mit Teelichtern zu begeistern sind. Organisator Misha Bolouri sagt: „Jeder bleibt, so lange er Freude an der Aktion hat. Ich bin mir sicher, dass viele Schüler bis zum Schluss bleiben.“ Kommen weniger als die von ihm geschätzten 5000 Menschen, werde „Lichterstadt Berlin“ trotzdem stattfinden. „Dann dauert es eben länger, bis alle Kerzen brennen.“ – Der Große Stern ist heute ab 14 Uhr bis morgen, 8 Uhr, für Autofahrer nicht passierbar. Die Zufahrtsstraßen zum Großen Stern sind ab der letzten Kreuzung vor dem Kreisel gesperrt.chr

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