Der Tagesspiegel : LINIENTREUE

Einmal hat Volker Ludwig, geboren am

13. Juni 1937 in Ludwigshafen,

zusammen mit Detlef Michel ein direkt autobiografisches Stück geschrieben: „Eine linke Geschichte“ (1980). Von der APO bis in die Gegenwart musste die kabarettistische Chronik stets weitergedreht werden. Das Grips, bald

vierzig Jahre alt, war anfangs, als es sein Haus am Hansaplatz bezog, unter schwerem Beschuss der Berliner CDU.

30 Stücke hat Grips-Gründer Volker Ludwig bisher geschrieben, sie wurden

in 42 Sprachen übersetzt.

Das U-Bahn-Musical von der „Linie 1“ (1986), der größte Grips-Erfolg, läuft

immer noch. Die Grips-Methode war weltweit prägend für Kinder- und Jugendtheater. In Seoul hat die südkoreanische Fassung der „Linie 1“ inzwischen 3400 Vorstellungen erreicht. Weitere wichtige Grips-Stücke: „Stärker als Superman“ (1980). „Ab heute heißt du Sara“ (1989), „Bella, Boss und Bulli“ (1995), „Café Mitte“ (1997), „Melodys Ring“ (2000), „Baden gehn“ (2003). Zuletzt kam im Grips „Schöne neue Welt“ nach Aldous Huxley heraus. Volker Ludwigs 70. Geburtstag wird am Sonnabend in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, gefeiert.