Literatur : Umstrittene Buch-Passagen über Magda Schneider bleiben geschwärzt

Im Streit um die Darstellung der Mutter von Romy Schneider in dem Roman "Ende einer Nacht" hat das Landgericht Frankfurt am Main am Freitag zugunsten des Witwers von Magda Schneider entschieden. Der Anlass: Einige Passagen hätten die Frau in die Nähe der Nationalsozialisten gerückt und mussten geschwärzt werden.

Frankfurt/Main

Lediglich die geschwärzte Passage "Das Mamali war ein Nazi-Schatz" dürfe der Verlag wieder in das Buch nehmen, sagte der Vorsitzende Richter. Die restlichen sechs umstrittenen Passagen müssten unkenntlich bleiben.

Der Witwer von Magda Schneider, Horst Fehlhaber, hatte im September 2008 eine einstweilige Verfügung gegen das Mitte 2008 erschienene Buch erwirkt. Er beklagte, dass in dem Buch vorkommende fiktive Äußerungen und Gedanken von Romy Schneider seine verstorbene Frau zu sehr in die Nähe der Nationalsozialisten rückten. Daraufhin mussten sieben Einzelpassagen geschwärzt werden. Das Landgericht wies nun den Widerspruch des Verlags ab, der die Streichungen rückgängig machen wollte.

Beiden Parteien steht eine Berufung am Oberlandesgericht offen. (saw/ddp)