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Tarifstreit im öffentlichen Dienst : Über 500 Berliner Schulen vom Streik betroffen

Am Vormittag wurde es eng in Schöneberg. Der Warnstreik im öffentlichen Dienst ging weiter. Die Bilder des Tages finden Sie hier in unserem Live-Blog.

von , und Julica Osterhage, Lotta-Clara Löwener
Hunderte sind jetzt am Rathaus Schöneberg.
Hunderte sind jetzt am Rathaus Schöneberg.Foto: Tsp

"An 553 Schulen haben heute 4.961 Personen gestreikt. Davon waren 2.843 angestellte Lehrkräfte" - das ist die vorläufige Bilanz des zweiten Streiktages an den Schulen aus dem Haus der Bildungssenatorin. Auch die Kitas waren wieder betroffen. Die Gewerkschaften Verdi und GEW hatten nur die Beschäftigten in Schulen und Kitas aufgerufen. Um 9.45 Uhr trafen sich die Streikenden am Wittenbergplatz, anschließend zog die Demonstration zum Rathaus Schöneberg, wo eine Kundgebung stattfindet. Am Dienstag haben sich nach Angaben der Gewerkschaften rund 8000 Beschäftigte am ersten Streiktag beteiligt. Sie kamen aus allen Bereichen des Landesdienstes, vor allem aber aus Schulen und Kindertagesstätten, in denen sich die Aktionen auch am stärksten auswirkten.

Auf der Demo wird unter anderem der stellvertretende Verdi-Landesbezirkschef Roland Tremper sprechen. Wegen der Demonstration muss man in der City West am Vormittag mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Am Donnerstag und Freitag werden in Potsdam die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in den Bundesländern fortgesetzt. Die Gewerkschaften unter Federführung von Verdi-Chef Frank Bsirske fordern rund sechs Prozent mehr Gehalt. Außerdem sollen die Berliner Kita-Beschäftigten zusätzlich mehr Geld bekommen. Anders als in anderen Bundesländern fallen sie unter den Landestarifvertrag und nicht unter die Regelungen für die Kommunen, die für die Kita-Beschäftigten einen höheren Tariflohn zahlen. Dieses Niveau wollen die Gewerkschaften jetzt für Berlin erreichen.

Hier können Sie nachlesen, wie der erste Streiktag verlief.

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