Lockruf des Goldes : Teurer Bambi für Brandeburg

Mit 175.000 Euro beteiligen sich Potsdam und Brandenburg an der Bambi-Verleihung.

PotsdamBambi bleibt für zwei Jahre in der Stadt. Nicht nur 2009, sondern auch 2010 wird der gleichnamige Medienpreis des Burda-Verlags in Potsdam verliehen. In die brandenburgische Landeshauptstadt zu gehen, sei eine „Überzeugungstat“, sagte Burda-Vorstandsmitglied Philipp Welte am Mittwoch. Seine Wahlheimat Potsdam stehe wie kaum eine andere deutsche Stadt für das Zusammenwachsen Deutschlands. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer und 20 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung wolle der Verlag 2009 und 2010 mit der Bambi-Verleihung in Potsdam ein „Zeichen für Mut in Deutschland“ setzen. Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer (SPD) bezeichnete Potsdam als eine der erfolgreichsten Städte Ostdeutschlands. Die Stadt und das Land seien stolz, die Preisverleihung auszurichten

Potsdam ist nach Berlin und Leipzig die dritte Stadt in Ostdeutschland, in der die Bambi-Verleihung Station macht. Im vorigen Jahr hatte der Burda-Verlag die Gala am Stammsitz in Offenburg veranstaltet. Welte und Speer hatten nach eigenen Angaben bereits vor einigen Jahren überlegt, den Preis nach Potsdam zu holen. Allerdings scheiterte das an einer geeigneten Veranstaltungshalle. Im vergangenen Jahr wurde jedoch im Filmpark Babelsberg mit „Metropolis“ ein Haus eröffnet, das bis zu 5000 Gästen Platz bietet. Zur Bambi-Verleihung werden jedes Jahr im November zwischen 800 und 1200 Gäste geladen.

Potsdam sei zudem eine „große deutsche Medienstadt“, fügte der Burda-Manager hinzu. Er verwies auf die jahrzehntelange Tradition der Babelsberger Filmstudios. In Babelsberg hätten mit Marika Rökk und Kurt Maetzig zwei der ersten Bambi- Preisträger gelebt und gearbeitet.

Die Verleihung kostet nach Angaben Weltes rund vier Millionen Euro. Der größte Teil werde über Sponsoren finanziert, das Land Brandenburg steuere 125 000 Euro aus der Filmförderung bei. Potsdam beteilige sich mit 50 000 Euro aus dem Marketingetat. Welte betonte jedoch, die Entscheidung für Potsdam habe nichts mit dem Geld zu tun. Andere Städte hätten eine größere Beteiligung geboten. Die diesjährige Verleihung ist am 26. November. ddp

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