Lokführerstreik : Beamtenpräsident Heesen ist optimistisch

Der Präsident des Deutschen Beamtenbundes dbb, Peter Heesen, glaubt an eine baldige Lösung des Konflikts bei der Bahn.

"Ich glaube, dass wir eine positive Überraschung erleben werden", sagte Heesen mit Blick auf das weitere Vorgehen der Lokführergewerkschaft GDL. "Wenn wir jetzt die Kuh vom Eis kriegen, dann hält das die nächsten Jahre", sagte Heesen dem Tagesspiegel. Er sei "optimistisch, dass es vorwärts geht und wir in jedem Fall vor Weihnachen eine Lösung haben". Die GDL gehört zum Beamtenbund und die Kosten des Streiks der Lokführer werden überwiegend vom Beamtenbund getragen, deshalb hat Heesen einen erheblichen Einfluss auf GDL-Chef Manfred Schell. Er habe sich "in vielen Gesprächen in den vergangenen Monaten für eine realistische Lösung eingesetzt", sagte Heesen dem Tagesspiegel.

Der Kompromiss sieht Heesen zufolge so aus: "Die Lokführer könnten in eine eigene Beschäftigungsgesellschaft ausgegliedert werden. Das hätte die das Gesicht wahrende Lösung, dass die GDL einen eigenständigen Tarifvertrag mit der neuen ,Beschäftigungsgesellschaft Lokführer' abschließen könnte", sagte Heesen. Dieses Modell könne aber "nur dann funktionieren, wenn dieser Lokomotivführer-Teil eines Tarifvertrages sich nahtlos einfügt in das Gesamtunternehmen. Am Ende gäbe es also einen gemeinsamen Tarifvertrag für die Bahn, bei dem eben nur ein Teil des Tarifvertrags von der GDL ausgehandelt wird. " Heesen zufolge kann die Lösung nur so aussehen, weil "ein eigenständiger Tarifvertrag das Wichtigste für die Lokomotivführer ist, danach erst kommt die Bezahlung". (Tsp)

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