Lübeck : Nordische Filmtage zeigen Heiteres

Skandinavische Filme sind düster und schwer verständlich? Die Nordischen Filmtage Lübeck wollen in diesem Jahr das Gegenteil beweisen und versprechen besonders heitere Filme.

LübeckUngewöhnlich heitere Filme aus Skandinavien und dem Baltikum versprechen die Nordischen Filmtage Lübeck in diesem Jahr. Die 16 Spielfilmbeiträge des Programms beleuchteten die ganze Vielfalt des Lebens und es werde viel zu lachen geben, sagte die künstlerische Leiterin der Filmtage, Linde Fröhlich, bei der Vorstellung des Programms in Lübeck. Insgesamt werden bei der größten Werkschau des nordischen Films außerhalb Skandinaviens 120 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme zu sehen sein. Eröffnet wird das Festival am 31. Oktober mit dem Film "Gekrallt" des norwegischen Regisseurs Petter Næss. Es endet am 4. November.

Skandinavische Filme sind düster, langweilig und schwer verständlich - mit diesen Klischees spielt ein neuer Werbespot, mit dem in den Kinos Reklame für die Nordischen Filmtage gemacht wird. Die 49. Auflage des Festivals will zeigen, dass es weit mehr gibt - zum Beispiel die skandinavischen Kinder- und Jugendfilme. Neben den aktuellen Produktionen des Genres widmet das Festival ihm auch eine Retrospektive mit Produktionen der 1980er und 1990er Jahre sowie eine Hommage an Astrid Lindgren zu ihrem 100. Geburtstag. In der Kategorie Spielfilm wetteifern 16 Beiträge um die Gunst der Zuschauer, darunter drei Filme des dänischen Altmeisters Lars von Trier. Der Auftaktfilm "Gekrallt", der eine turbulente Paarbeziehung schildert, ist der Vorschlag Norwegens für den Oscar als bester ausländischer Film.

Mit Spannung erwartet wird die Filmpreisnacht am 3. November. Bei dieser Gala in der Musik- und Kongresshalle werden der von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergebene und mit insgesamt 55.000 Euro dotierte Norddeutsche Filmpreis sowie acht der neun Auszeichnungen der Nordischen Filmtage vergeben. Zu den 49. Nordischen Filmtagen werden mehr als 20.000 Zuschauer und 600 Fachbesucher erwartet. (mit dpa)