Luftfahrtindustrie : Führungsfrage bei EADS weiter offen

Die Spekulationen um die künftige Struktur des Managements bei EADS halten an. Das Unternehmen dementierte Gerüchte wonach die Doppelspitze abgeschafft werden soll. Am 16. Juli treffen sich Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy zu dem Thema.

Amsterdam/MünchenDie heftig diskutierte Führungsfrage beim europäischen Flugzeugbau- und Rüstungskonzern EADS ist weiter offen. Daimler-Chrysler und die französischen Aktionäre hätten noch keine Entscheidung über Management-Strukturen des Konzerns oder über Nominierungen für Führungspositionen getroffen, erklärte das Unternehmen. Damit reagierte der Konzern auf Spekulationen um eine mögliche Abschaffung der EADS-Doppelspitze. Medienberichten zufolge will die Bundesregierung den deutschen EADS-Co-Chef Thomas Enders als alleinigen Chef durchsetzen.

Die Diskussionen der Aktionäre zur Vorbereitung des Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy am 16. Juli hielten an, erklärte EADS. "Es ist alles völlig offen", sagte ein Unternehmenssprecher. "Es wird daran gearbeitet und es wird etwas bekannt gegeben am Montag. Es kann sowohl sein, dass es Änderungen gibt, als auch, dass vorerst alles beim Alten bleibt", ergänzte der Sprecher mit Blick auf die Führungsfrage.

In Zeitungsberichten hatte es geheißen, Franzosen und Deutsche hätten sich grundsätzlich auf die Abschaffung der Doppelspitze geeinigt. Bei dem Treffen zwischen Merkel und Sarkozy am kommenden Montag sollen Personalien und Finanzierungsangelegenheiten erörtert werden. (mit dpa)