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Schiefer, Kork, Bambus & Co.

Eine Alternative zur Auslegeware sind Bodenbeläge aus Naturprodukten
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Am Fußbodenbelag scheiden sich häufig die Geister: Viele Menschen bevorzugen flauschige, kuschelige Auslegware, für andere wiederum sind Beläge aus Holz, Stein, Linoleum oder auch Bambus das Maß aller Dinge. Häufig erhalten die Räume - je nach Beanspruchung - auch unterschiedliche Bodenbeläge.

Gerade im Eingangsbereich fällt die Wahl immer öfter auf den sehr pflegeleichten Naturstein. Und so erlebt beispielsweise Schiefer derzeit ein Comeback. Insgesamt werden in Deutschland pro Jahr mehr als 4,1 Millionen Quadratmeter des schimmernden Urgesteins verlegt. Moderne Fördertechniken haben den einst teuren und exklusiven Baustoff wieder konkurrenzfähig gemacht. Kaum ein anderer Stein ist so vielseitig einsetzbar. Durch seine bruchraue Struktur wirkt er besonders natürlich. Das Farbspektrum reicht von fast Schwarz über Grau- und Blautöne, Blauviolett bis Graugrün. Aber auch Goldbraun, Rost und Orange bis zu Blassrosa und Cremefarben kommen vor. Schiefer ist „spaltrau“ oder bearbeitet erhältlich. Er ist rutschfest, hitze-, säure- und frostbeständig. Wird er imprägniert, entstehen keine Flecken. Allerdings wirkt der Stein dann etwas dunkler. Ein weiterer Pluspunkt ist seine hohe Belastbarkeit.

Doch nicht nur Stein ist strapazierfähig. Auch Naturfasern sind ausgesprochen robust, beispielsweise Beläge aus Kokos. Sie stammen von der Kokosnuss, werden versponnen und verwebt, sind antistatisch, gut Wärme isolierend, Trittschall dämmend und mottensicher. Kokosbeläge haben eine vergleichsweise raue Oberfläche. Diverse Webtechniken bieten unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten. Kokos ist für den gesamten Wohnbereich geeignet, kommt ungefärbt oder gebleicht (Sauerstoffbleichung) in den Handel. Um ein Verrutschen zu vermeiden, sollten Kokosbeläge eine Rückenbeschichtung aus Natur-Latex erhalten.

Auch bei Sisalbelägen raten Experten zu solch einer rückwärtigen Verstärkung. Die Fasern werden aus den fleischigen Blättern der Sisalagaven gewonnen. Nach der Trennung von der Blattmasse wird die Faser gewaschen, getrocknet, gebürstet und zu Garnen versponnen. Die glatte und geschmeidige Faser lässt sich gut färben. Der Bodenbelag wird in verschiedenen Farben angeboten und eignet sich für den gesamten Wohnbereich.

Wer eher einen ebenen Boden bevorzugt, kann Korkparkett wählen. Es wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt, die vorwiegend in Spanien und Portugal beheimatet ist. Für die Erstschälung müssen die Bäume 20 bis 25 Jahre alt sein. Nach frühestens neun Jahren ist die Rinde nachgewachsen und kann erneut abgeschält werden. Sie wird geschrotet, mit Naturharz als Bindemittel vermischt und unter hohem Druck zu Blöcken gepresst. Diese werden zu Korkparkettplatten geschnitten, deren Oberfläche glatt geschliffen wird. Ein Naturkorkboden wird lediglich geölt und gewachst.

Korkmehl ist auch ein wichtiger Bestandteil von Linoleum, ein seit über 100 Jahren bewährter Bodenbelag. Das Wort setzt sich zusammen aus dem lateinischen linum für Leinen und oleum (Öl). In den letzten Jahren wieder entdeckt, enthält das ökologische Material außerdem Holz- und Kalksteinmehl, Leinöl, Baumharz sowie Farbpigmente. Linoleum wird auf Jute als Trägermaterial aufgepresst und ist als Linoleumfliese einfach zu verlegen. Neben den klaren ökologischen Vorteilen, bietet Linoleum weitere gute Eigenschaften. Die Oberfläche ist unter anderem fußwarm, trittelastisch, weitgehend antistatisch sowie Schall- und Wärme dämmend.

Weiterhin großer Beliebtheit erfreuen sich Holzböden. Als Dielen oder Parkett steht eine große Auswahl zur Verfügung: Ahorn, Eiche, Buche, Birke, Kiefer und Kirsche. Holzböden sind langlebig, fußwarm, antistatisch und haben eine gute Feuchtigkeitsregulierung. Die Voraussetzung dafür ist die Oberflächenbehandlung mit Naturharzen, -wachsen oder -ölen. So bleibt die offenporige Oberfläche erhalten.

Eine Alternative zum Weichholzparkett bietet Bambus. Das Material sei härter als Eiche und eigne sich sogar für Feuchträume, sagen Fachleute. Bambus lässt sich mit Lack versiegeln oder ölen. Angebaut werden die dichten Bambuswälder im Süden Chinas. Die Bäume erreichen durchschnittlich eine Höhe von 15 Metern und einen Durchmesser von rund zehn bis 15 Zentimetern. Bambus wächst sehr schnell und zeigt bereits nach einem halben Jahr seine volle Höhe. Allerdings erst nach rund fünf Jahren ist der Stamm verholzt und kann als Rohstoff für die Herstellung von Parkett dienen. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch seine besondere Härte, sowie geringe Quell- und Schwindmaße aus. Bambusparkett gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.
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