Ausnahmsweise mal wieder ein Grund, in der Autobranche zu feiern: Die Kfz-Innung Berlin begeht in diesem Monat ihr 75-jähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Berufsbild der Autoreparateure rasant verändert, vom Schmied über den Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektroniker bis hin zum aktuellen Kfz-Mechatroniker zieht sich die Entwicklung. Dieser Prozess wurde und wird von der Innung begleitet und mitbestimmt – zuletzt mit dem Ausbildungsberuf des Kfz-Mechatronikers, der 2003 aus den Berufen Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker hervorging. Die Berliner Kfz-Branche zählt zu den größten Arbeitgebern Berlins und spielt auch in der Berufsausbildung eine große Rolle. 1822 Auszubildende lernen zurzeit in der Fachschule der Kfz-Innung Berlin.
Eine weitere wichtige Säule der Kfz-Innung Berlin ist ihre Schiedsstelle: Seit mehrals drei Jahrzehnten schlichtet sie zwischen Kunden und Werkstätten. Rund 700 Autobesitzer wenden sich jährlich an diese für sie kostenlose Institution. Sorgen macht der Innung der demografische Wandel. „Mit der sinkenden Anzahl der Bewerber sinkt die Möglichkeit, geeignete Lehrlinge zu finden“, so der Obermeister der KfZ-Innung Berlin, Thomas Lundt. „Das wird eine Herausforderung für die Betriebe. Da dürfen wir nicht locker lassen, sondern müssen den Jugendlichen attraktive Angebote machen.“ Eines davon ist sicher in der Ausbildungsstätte der Kfz-Innung Berlin in Bernau zu finden: das gläserne Auto. Hier sieht man alle Komponenten und Bauteile eines Fahrzeugs. Tsp
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 21.11.2009)
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