Supersportwagen nennen sie ihn. Denn zum einen ist er im Verhältnis zu Leistung und Größe leicht: 1620 Kilo. Dann ist er dank aufwändigem Alu- Spaceframe nahezu verwindungsfrei. Und schließlich fährt er sich dank 6,3-Liter-Maschine, tiefem Schwerpunkt und Spitzenfahrwerk in der Tat wie ein Rennwagen, wenn man es darauf anlegt. Wer es probiert, hat keine Fragen mehr: Diese brabbelnde Röhre verleiht Flügel wie kein anderer Mercedes. Schon im Stand macht der SLS Eindruck. So stramm er da steht, so elegant läuft die Linie. Das weit hinten sitzende Greenhouse verrät die Transaxle-Bauweise: Hinter der Vorderachse braucht es Platz für den („Frontmittel“-) Motor; das Getriebe hinten an der antreibenden Achse. So wird das Fahrzeuggewicht optimal verteilt (53 Prozent hinten) – zu erfahren und zu bestaunen in jeder Kurve.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 02.01.2010)
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