Magny-Cours : Ferrari-Duo im Training vorn

Ferrari ist beim Freien Training von Magny-Cours überraschend Konkurrent McLaren-Mercedes davon gefahren. Nick Heidfeld muss dagegen wegen Rückenproblemen noch um den Start beim Großen Preis von Frankreich bangen.

Räikkönen
Ferrari: Mercedes in die Schranken verwiesen. -Foto: AFP

Magny-CoursFerrari hat sein Zwischentief überwunden und erstmals seit Wochen die zuletzt nach Belieben dominierenden McLaren-Mercedes hinter sich gelassen. Felipe Massa und Kimi Räikkönen teilten sich in den beiden getrennt gewerteten Trainingseinheiten zum Auftakt des Großen Preises von Frankreich die Plätze eins und zwei. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso landete in Magny-Cours im ersten Durchgang auf dem dritten Rang. Teamkollege und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wurde im zweiten Durchgang Vierter. "Ich bin völlig relaxed. Wir haben kein Abonnement auf die ersten Plätze", maß Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug dem Ergebnis keine große Bedeutung bei.

 Nick Heidfeld muss um seinen Start beim achten Saisonlauf am Sonntag (Start: 14 Uhr/RTL und Premiere) noch zittern. Wegen Rückenschmerzen beendete der BMW-Sauber-Pilot aus Mönchengladbach das zweite Training nach 18 Runden. "Ich habe früher aufgehört, da ich meinen Rücken schonen wollte. Ich hatte die Beschwerden schon beim Test in Silverstone. Ich spüre das noch und will das untersuchen lassen", sagte Heidfeld. Er hatte im ersten Training hinter Hamilton den siebten Platz belegt. Im zweiten Durchgang reichte es für ihn nur noch zum 19. Rang.

Kommt Vettel für Heidfeld?

Sollte der Stammpilot ausfallen, könnte Ersatzmann Sebastian Vettel zu seinem zweiten Grand Prix nach Indianapolis kommen. In den USA hatte er den Polen Robert Kubica ersetzt, der nach seinem Horrorunfall in Montréal beim Rennen in Indianapolis pausieren musste und in Magny-Cours wieder starten darf.

Bester Deutscher auf dem 4,411 Kilometer langen Kurs war jeweils Nico Rosberg im Williams-Toyota als hervorragender Vierter und Siebter. Ralf Schumacher steigerte sich im Toyota nach schwachem Start vom 17. auf den zehnten Rang. Spyker-Vertreter Adrian Sutil wurde erst Letzter und dann Vorletzter.

Haug: Sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen

Räikkönen legte in den ersten eineinhalb Stunden 1:15,382 Minuten als Bestzeit vor und ließ damit Massa um 0,065 Sekunden hinter sich. Danach drehte der Brasilianer den Spieß um und behauptete sich in 1:15,453 Minuten mit 0,035 Sekunden Vorsprung noch knapper vor dem Finnen. Das Silberpfeil-Duo Alonso (+ 0,772 Sekunden) und Hamilton (+ 0,327) lag jeweils deutlich zurück. "Wir hatten schon bessere Freitagstrainings und sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen", räumte Haug Aufholbedarf ein.

In der WM-Wertung liegen Hamilton und Alonso allerdings klar vor den roten Rivalen. Der britische Jungspund führt mit 58 Punkten vor dem spanischen Titelverteidiger (48). Massa (39) hat als Dritter schon 19 Zähler Rückstand, Räikkönen (32) sogar 26. Heidfeld (26) ist Gesamtfünfter.