Der Tagesspiegel : Meckel weist Vorwürfe zu unkorrektem Hauskauf zurück

Prenzlau/Mahlendorf - Der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Meckel hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach er aufgrund seiner politischen Verbindungen beim Kauf eines Hauses im Jahr 2000 im uckermärkischen Mahlendorf finanzielle Vorteile hatte. Der „Spiegel“ berichtet, Meckel habe das Haus zu einem Preis vom Land Brandenburg erworben, der deutlich unter dem eines anderen Bieters gelegen habe. „Das Ganze ist ein Versuch, mich politisch zu denunzieren. Ein ähnlicher Vorwurf ist mir im Zusammenhang mit dem Kauf einer Wiese bereits im Bundestagswahlkampf 2005 gemacht worden“, sagte Meckel.

„Der Verkauf ist sauber gelaufen. Der Verkaufspreis von 127 000 Mark liegt deutlich über dem Wert des Hauses, das damals auf 80 000 Mark geschätzt wurde“, fügte Meckel hinzu. „Der Spiegel“ hatte geschrieben, die Familie von Arnim habe für das Haus 200 000 Mark geboten, der Zuschlag sei dennoch an Meckel gegangen. Dass ein höheres Gebot vorgelegen haben soll, habe er erst jetzt erfahren, sagte Meckel: „Ich bezweifle auch, dass dieses Angebot wirklich vorlag.“

Das brandenburgische Finanzministerium betonte, der Verkehrswert für das Haus habe bei 64 000 Mark gelegen. Es sei „deutlich über dem Verkehrswert“ veräußert worden, sagte Sprecher Ingo Decker. Meckel sieht die aktuellen Vorwürfe im Zusammenhang mit den langjährigen Streitereien mit der ebenfalls nach der Wende nach Mahlendorf gekommenen Adelsfamilie von Arnim. Infolge dieser Auseinandersetzungen hatte Meckel sein Anwesen in Mahlendorf in diesem Sommer verlassen und war in einen anderen Ort in der Uckermark gezogen. ddp

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