19. Juni 1988
Das West-Berliner Konzert von Michael Jackson ( hier ein Foto von 2005) am Reichstag zieht etwa 5000 Ost-Berliner Fans, Neugierige und Systemkritiker, die zuhören wollen, in die Nähe des Brandenburger Tors. Sicherheitskräfte drängen West-Korrespondenten mit massiven Handgreiflichkeiten ab, um jede Berichterstattung zu verhindern. Sie unterbinden Aufnahmen der Teams von ARD und ZDF. Einem Mitarbeiter der Bonner Ständigen Vertretung wird der Diplomatenpass entrissen. 200 bis 300 junge Leute umringen West-Journalisten, um sie vor den Zugriffen zu schützen. Dutzende Ostler werden festgenommen. Die meisten sind nach einigen Stunden wieder frei, so lange dauert die Feststellung der Personalien. Die Bundesregierung legt noch am späten Abend Protest gegen die Attacken auf die Korrespondenten ein, den das DDR-Außenministerium zurückweist.
Nach Mitteilung der Jungen Union wurde am 17. Juni 57 JU-Vertretern die Einreise zum Tagesbesuch in Ost-Berlin verweigert. Sie hatte in West-Berlin eine Kundgebung zum Tag der Deutschen Einheit veranstaltet.