23. Mai 1988
Das Haus der Reichsbahndirektion am Schöneberger Ufer in Kreuzberg kann „wegen der schwierigen Rechtsverhältnisse“ nicht unter Denkmalschutz gestellt werden, so Finanzsenator Günter Rexrodt auf eine Kleine Anfrage eines AL-Abgeordneten. Der imposante Neorenaissance-Bau gehört der DDR-Reichsbahn, ist also in West-Berlin exterritorial. Es beherbergt die Poliklinik und eine Betriebsschule für die West-Berliner Reichsbahner.
Die Gehälter der West-Berliner Angestellten stiegen nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind 1987 um durchschnittlich 4,1 Prozent auf 3974 DM im Monat gestiegen. Für Männer waren es 4,3 Prozent, für Frauen nur 3,8 Prozent, was damit erklärt wird, dass Frauen eher einfache Tätigkeiten ausüben.
Im Museum „Berliner Arbeiterleben“ in Prenzlauer Berg, Husenmannstraße, wird eine Ausstellung „Parzelle, Laube, Kolonie – Kleingärten zwischen 1880 und 1930“ eröffnet. Das wertvollste Exponat ist laut Ost-Presse Hans Baluscheks Gemälde „Sommerfest in der Laubenkolonie“.
Foto: Ausriss aus dem Tagesspiegel vom 21.05.1988