19.12.2012: Rund 300 Anwohner der Treitschkestraße in Steglitz lehnen die Umbenennung ab. Dort geht es um Heinrich von Treitschke. Bedenken an der Benennung nach dem preußischen Historiker (1834 bis 1896), der unter anderem den Satz "Die Juden sind unser Unglück" geprägt hat, äußerte die jüdische Gemeinde bereits 1982. Als Alternativnamen waren zwischenzeitlich Robert Kempner, US-Ankläger der Nürnberger Prozesse, und Kurt Scharf, früher Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, im Gespräch. Statt eines neuen Namensschildes wurden 2008 schließlich Erinnerungstafeln aufgestellt, die Treitschkes Rolle im "Berliner Antisemitismusstreit" erläutern. Umbenannt wurde der vorher namenlose Park an der Straße: Er heißt heute nach Harry Bresslau, dem Gegner Treitschkes beim "Antisemitismusstreit".