Er ist der heimliche Sieger nach der Neuwahl in Griechenland: Alexis Tspiras, Anführer der Linksradikalen. Seine Partei konnte bei den Neuwahlen noch einmal kräftig zulegen. Mit 26 Prozent der Stimmen sind sie jetzt zweitstärkste Kraft im Parlament - noch vor der früheren Regierungspartei Pasok. Die Wähler kommen vermutlich vor allem aus dem Lager der sozialistischen Pasok. Die möchte die Abtrünnigen gerne wieder auf ihre Seite ziehen und plädiert für ein Bündnis. Auch Wahlsieger Nea Demokratia ruft zu einer Einheits-Regierung auf. Doch Syriza erteilt dem Werben eine Absage. Die Linksradikalen bleiben lieber in der Opposition - und versetzt die künftige Regierung in Angst und Schrecken.