25.07.2017 00:00 Uhr

Herthas Jahrhundert-Elf zum 125. Geburtstag

ERICH BEER war die herausragende Figur in den erfolgreichen 70er Jahren. Im Frühjahr 1971 ist die halbe Bundesliga hinter Erich Beer her. Selbst Bayern München und Borussia Mönchengladbach, die sich gerade das spannendste Titelrennen der Geschichte liefern und den deutschen Fußball noch einige Jahre dominieren werden, buhlen um den offensiven Mittelfeldspieler von Rot-Weiss Essen. Beer aber reist nach Berlin, lässt sich von Wolfgang Holst einen Abend lang bequatschen und entscheidet sich schließlich für Hertha. „Das Angebot war lukrativ, die Leute schienen mir vertrauenswürdig“, hat Erich Beer einmal erzählt. Zudem war Hertha in der Bundesliga gerade zweimal hintereinander Dritter geworden. „Ich dachte, irgendwann müssen die ja auch mal Erster werden.“ Werden sie aber nicht, weil Hertha der Bundesliga-Skandal dazwischenkommt und die halbe Mannschaft wegen ihrer Beteiligung gesperrt wird. Mit der Vizemeisterschaft 1975 und den beiden Pokalendspielen sind die 70er trotzdem das beste Jahrzehnt des Vereins; und Erich „Ete“ Beer ist die herausragende Figur des Teams. 253 Bundesligaspiele bestreitet er für Hertha, und mit 83 Toren ist er lange Zeit Rekordschütze des Klubs. Bis 2002 dauert es, ehe er von Michael Preetz überholt wird. Aber der ist ja auch, anders als Erich Beer, Stürmer – und kein Mittelfeldspieler. Stefan Hermanns

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