Schleppender Beginn des Spiels: Die Angriffe stocken, Fehlpässe häufen sich, Unruhe macht sich unter den Fans breit. Langsam wird es Zeit, bei jedem Ballbesitz jenseits des eigenen Fünfmeterraums laut zu grölen: "Außen" – ganz egal, ob sich letztmals während der Kanzlerschaft von Willy Brandt ein Spieler auf der Außenbahn angeboten hat. Ganz modern im Fußball-Sprech ist: "Sie bekommen keinen Zugriff auf das Mittelfeld." Hinterfragen Sie nicht den Sinn solcher Aussagen, tätigen Sie sie einfach. Genauso verbietet sich in der heutigen Zeit zu sagen: "Die müssen sich mehr freilaufen." Es mag stimmen, doch Eindruck macht man damit nicht. Sagen Sie stattdessen: "Das Spiel ohne Ball stimmt nicht." So ist das: Berater heißen heutzutage "consultants", Raider heißt Twix und ein Abpraller ist nicht einfach ein Abpraller, sondern ein "zweiter Ball".