07.09.2016 10:29 Uhr

Zu Land, zu Wasser und in der Luft

Mit seiner persönlichen Bestleistung von 8,40 Meter wäre Markus Rehm vor knapp vier Wochen Olympiasieger im Weitsprung geworden. Der 28-Jährige hatte lange Zeit dafür gekämpft, bei Olympia an den Start gehen zu dürfen, dafür ließ der einseitig unterschenkelamputierte Leichtathlet zuletzt seine Prothese und seinen Bewegungsablauf wissenschaftlich untersuchen. Die Analyse ließ auf keinen eindeutigen Vorteil schließen, kam aber zu dem Ergebnis, Rehms Sprung mit Prothese könne kaum mit dem Bewegungsablauf eines Springers mit zwei gesunden Beinen verglichen werden. Sein Traum von einem Olympia-Start ist damit wohl endgültig geplatzt, insbesondere der Leichtathletik-Weltverband hat kein Interesse an inklusiven Wettkämpfen. Das Gesicht der Paralympics in Deutschland wird Rehm wohl trotzdem bleiben, bei der Eröffnungsfeier wird er die deutsche Fahne tragen. In Rio wird ihm Gold im Weitsprung wie schon 2012 in London nicht zu nehmen sein, im Sprint (100 Meter Einzel und Staffel) könnten zwei Medaillen dazu kommen. Lars Spannagel

Foto: dpa

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