02.06.2010 11:16 Uhr

Die Magie der Bälle

1930 - WM in Uruguay: Der erste WM-Ball war dem Vernehmen nach eine Gummiblase, die man in eine Lederhülle einnähte, aus Kuhleder. Ohne Ventil, ohne einheitlichen Druck, nicht einmal die Größe ließ sich genau normen – ein Streit um den Spielball im Finale schien programmiert. Das technisch versierte Argentinien bevorzugte einen weicheren und einen Tick kleineren Ball, Uruguay einen härteren, so wie man ihn in Europa spielt. Der weise Schiedsrichter verfügte einen Ballwechsel zur Halbzeit. Zuerst kam der argentinische Tiento zum Einsatz, in der zweiten Halbzeit das uruguayanische T-Modell (siehe Bild), mit zehn eingestanzten Schnürlöchern und fünf Schlaufen. Der Unterschied zwischen den Bällen war offenbar spielentscheidend: Zur Halbzeit führt Argentinien noch 2:1, der Endstand lautet 4:2 für Uruguay.

Foto: Jens Heilmann - www.dieweltmeisterschaftsbaelle.de

Brasilien 2014 WM-Ball "Brazuca" - der runde Kulturbotschafter

Bei der Fußball-WM dreht sich alles um ihn, deshalb stellt sich immer wieder die Frage: Wie soll das offizielle Sportgerät des Turniers heißen? Sprachwissenschaftler haben die Namen seit 1950 bewertet, auch "Brazuca" - den WM-Ball 2014.  mehr