Mit allen Mitteln will der sudanesische Präsident Omar al Baschir das Ölfeld Heglig wieder zurückerobern lassen. Das sagte er am Freitag in der Hauptstadt Khartum. Baschir hat die Unabhängigkeit des Südsudans im vergangenen Jahr nicht hintertrieben. Damit endete ein mehr als 20 Jahre währender Bürgerkrieg. Doch in der westsudanesischen Region Darfur ist kein Ende der Krise in Sicht. Dort wird Baschir Völkermord vorgeworfen, weshalb gegen ihn ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag anhängig ist. Und auch in den Nuba-Bergen lässt Baschir seit zehn Monaten Zivilisten bombardieren, weil die Nuba im Bürgerkrieg den Südsudan unterstützt hatten.