11.08.2017 21:20 Uhr

RÜCKBLENDE

Heute vor 300 Jahren wurde Christoph Nichelmann geboren, der vergessene Komponist von Friedrich II.

 

Christoph Nichelmann wurde er am 13. August 1717 in Treuenbrietzen als Sohn eines Tuchmachers geboren, als Dreizehnjähriger wurde er wegen seiner schönen Stimme an die Thomasschule nach Leipzig geschickt. Dort nahm sich kein Geringerer als Kantor Johann Sebastian Bach seiner an. Schließlich ging er nach Berlin, wo er dem Flötenlehrer Friedrichs begegnete, Johann Joachim Quantz. Nichelmanns Kompositionskünste blieben ihm nicht verborgen und der König zollte ihm "allergnädigsten Beyfall". Nichelmann wurde neben Carl Philipp Emanuel Bach 1745 Cembalist der Hofkapelle (am abgebildeten Cembalo hat er in Sanssouci gespielt). Die Geschichte geht aber nicht gut aus. Mit Carl Philipp Emanuel Bach kam es zum Streit. Bach beschwerte sich beim König über die angebliche Bevorzugung Nichelmanns. Dieser verließ 1756, nach elf Jahren, den Hof. Am 29. Juli 1762 starb er arm und vereinsamt in Berlin.

Foto: Roland Handrick