24.07.2017 09:50 Uhr

Was ist eigentlich ...

WAS IST eigentlich ... das Ebit? Henrik Mortsiefer erklärt eine zentrale Kennziffer im Geschäftsbericht

Es geht wieder los. In diesen Tagen und Wochen werden börsennotierte Unternehmen rund um den Globus ihre Geschäftszahlen der vergangenen drei Monate veröffentlichen. Eine zentrale Kennzahl in den Quartalsberichten ist dabei der Gewinn vor Zinsen und Steuern. Er wird auch als operativer Gewinn bezeichnet - oder neudeutsch: das Ebit (earnings before interest and taxes). Orientiert an den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften soll das Ebit die internationale Vergleichbarkeit der Unternehmensgewinne gewährleisten, unabhängig von den unterschiedlichen Finanzierungsformen und Steuergesetzen. Der um Zinsen und Steuern bereinigte Überschuss, den ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum erwirtschaftet, errechnet sich - vereinfacht gesagt - wie folgt: Vom Umsatz werden Personal- und Materialaufwand sowie die Abschreibungen auf das Anlagevermögen abgezogen. Häufig ist auch von der Ebit-Marge die Rede. Sie kennzeichnet, ähnlich wie die Umsatzrendite, wie viel Gewinn vom Umsatz übrig bleibt, wie rentabel also ein Unternehmen wirtschaftet. Steigt die an der Ebit-Marge gemessene Ertragskraft, zeigt dies, dass ein Unternehmen seine Kosten im Griff hat und wettbewerbsfähig ist.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa