12.02.2018 10:44 Uhr

Was ist eigentlich ...

WAS IST eigentlich ... eine Innung?


Henrik Mortsiefer erklärt, wer die Interessen von Handwerkern vertritt.


Wenn selbstständige Handwerker gemeinsam ihre Interessen vertreten, dann schließen sie sich zu einer Innung zusammen. Bis ins 19. Jahrhundert sprach man von Zünften. Meist vertreten Innungen handwerkliche Berufsgruppen in einer Großstadt oder einem Landkreis. Die Mitgliedschaft ist freiwillig, nur in der Handwerkskammer müssen alle Handwerker Mitglied sein. Rund 7000 Innungen gibt es in Deutschland. Eine davon ist die Kfz-Innung, in der Autowerkstätten und -Händler zusammengeschlossen sind. 237 Kfz-Innungen sind in den Landesverbänden des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes organisiert, dessen Zentralverband ZDK in der kommenden Woche in Berlin seine Bilanz des Jahres 2017 veröffentlichen wird. Zu den Aufgaben und Zielen einer Innung gehören unter anderem die Förderung gemeinsamer Geschäftsinteressen, die Abnahme von Gesellenprüfungen laut Handwerksordnung oder die Vermittlung in Streitfällen. Die Innung soll zugleich in der Öffentlichkeit, gegenüber Politikern und Behörden, die Berufsehre und das Können der Meister und Gesellen darstellen. Den Vorstandschef einer Innung nennt man Obermeister. Finanziert wird die Arbeit der Interessenvertretung durch Mitgliedsbeiträge.

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