04.12.2017 12:00 Uhr

Was ist eigentlich ...

WAS IST eigentlich ... ein Hackathon? Johanna Palla erklärt, wie ganz schnell neue Softwareprodukte entstehen sollen

An heutigen Montag startet in Berlin die Internet-Konferenz TechCrunch Disrupt. Auf dem Programm stehen Vorträge, Netzwerkevents und ein Hackathon. Für diejenigen, die noch nicht fließend Technik sprechen: Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, bei der IT Entwickler, Programmierer, Grafik- und Web-Designer zusammenkommen. Ihr Ziel ist es, nützliche oder unterhaltsame Softwareprodukte herzustellen.Dabei gibt es in der Regel immer ein vorher definiertes Thema. Die Dauer eines Hackathons liegt normalerweise zwischen einem Tag und einer Woche. Die Sieger dieses Hackathons gewinnen Tickets für die TechCrunch Disrupt Internet-Konferenz, die in der Regel nur online für mehr als 1000 Euro zu erhalten sind.Der Begriff Hackathon leitet sich erstens von "hack" ab, was auf Deutsch "technischer Kniff" heißt, und zweitens von "Marathon" - im Sinne einer ausdauernden Tätigkeit. Die Wortkombination existiert spätestens seit 1999, als erste Veranstaltungen unter diesem Namen abgehalten wurden. Ab Mitte der 2000er Jahre wurden Hackathons von der Softwareindustrie und privaten Kapitalgebern als Methode erkannt, um schnell neue Ideen in Software umzuwandeln. Einige Projekte, die im Rahmen von Hackathons erstellt wurden, entwickelten sich zu eigenen Start-ups weiter. Darunter fällt zum Beispiel GroupMe, welches auf der TechCrunch Disrupt Konferenz 2010 gestartet ist und 2011 durch Skype für 85 Millionen Dollar aufgekauft wurde.

Foto: Reuters/Gabrielle Lurie