Medien : FC Bayern streitet sich mit Journalisten-Verband

Bundesliga FC Bayern sieht sich massiven Vorwürfen des Bayerischen Journalistenverbandes ausgesetzt. Die Rede ist von drastischen Eingriffen in die Pressefreiheit. Der Rekordmeister reagiert mit völligem Unverständnis.

Medienstrategie des FC Bayern erntet Kritik
drei Minuten für ein Klinsmann-Foto.-Foto:dpa

Der Bayerische Journalistenverband (BJV) befürchtet eine "massive Einschränkundg der Pressefreiheit" beim FC Bayern München. So kritisierte ein Sprecher des BJV, dass künftig bei den Pressekonferenzen nur die ersten drei Minuten Fotos von Trainer Jürgen Klinsmann gemacht werden dürfen.

Bei der ersten Pressekonferenz von Jürgen Klinsmann nach Amtsamtritt hatten rund zwei Dutzend Fotografen den Saal aus Protest gegen die Einschränkungen verlassen. Bayern-Vereinssprecher Markus Hörwick reagierte mit Unverständnis: "Das ist ein ganz übliches Prozedere in der Politik und im Show-Business, dass nur in den ersten Minuten Fotos gemacht werden und die Pressekonferenz anschließend nicht durch Blitzlicht-Gewitter gestört wird."

Auch die Neuerung, dass sich Medienvertreter in Zukunft für die tägliche Pressekonferenz akkreditieren lassen müssen, stößt auf Kritik beim BJV. Kritisch berichtenden Journalisten könnte die Akkreditierung künftig verwährt bleiben, befürchtet der BJV. Hörwick weist die Vorwürfe zurück: "Die Akkreditierung soll allein den Zugang regeln, wie es bei allen Pressekonferenzen auf der Welt üblich ist."

Die Bekanntgabe, das Fernsehbilder und Interviews von nicht-öffentlichen Trainingseinheiten nur noch über das eigene Bayern-TV übertragen werden, kommentierte der BJV mit: "hauseigene Hofberichterstattung". Dazu erklärte Bayern-Sprecher Hörwick: "Das ist ein Service für die Redaktionen. Bei allen anderen gibt es gar keine Bilder. Es muss kein einziger die Bilder nehmen." (dw/dpa)