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„Wut“: ARD verlegt Film in den späten Abend

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Die ARD verschiebt die Ausstrahlung des Fernsehfilms „Wut“. Angekündigt für den kommenden Mittwoch um 20 Uhr 15 plus anschließender Diskussion, werden Film und Debatte nun am nächsten Freitag um 22 Uhr starten. Fritz Pleitgen, Intendant des WDR, der „Wut“ produzieren ließ, kommentiert die Verschiebung laut einer Pressemitteilung so: „Die ARD hat eine Mehrheitsentscheidung getroffen. Wir sind gänzlich anderer Ansicht, aber wir akzeptieren das Ergebnis. Wir bedauern, dass die anschließende Diskussion eines gesellschaftlich wichtigen Themas nun erst um Mitternacht stattfindet.“

Die Verschiebung fußt im Kern auf einem Votum der Jugendschützer der ARD-Sender, die „Wut“ offensichtlich nicht einem sehr jungen bis jungen Publikum zumuten zu können glauben. Die Produktion von Regisseur Züli Aladag und Autor Max Eipp bietet harten, politisch nicht korrekten Stoff: Der Berliner Teenager Felix wird von Can und dessen türkischer Jugendgang schikaniert. Felix’ Vater mischt sich ein, der Universitätsdozent gerät an die Grenzen seiner liberalen Überzeugungen. Die Situation eskaliert: In einem beiderseitigen Gemisch aus Wut, Demütigung und Ohnmacht steuert die Auseinandersetzung auf eine Katastrophe zu. jbh
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