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„Bild“-Chef Diekmann wird „taz“-Genosse

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Ihren Frieden haben „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann und „die tageszeitung“ (taz) schon vor Jahren geschlossen. Jetzt ist Diekmann als Miteigentümer beim linksalternativen Blatt eingestiegen. Diekmann bestätigte, dass er als neues Mitglied der „taz“-Genossenschaft Anteile an der Zeitung übernommen habe. „Die ,taz’ ist mein zweitbestes Stück – nach ,Bild’ eben“, sagte er und fügte hinzu: „Die ,taz’ ist eine tolle Zeitung, die leider das kleine ökonomische Problem hat, dass sie niemand wirklich braucht.“ Am meisten habe er die Zeitung unterstützen können, „wenn ich persönlich tätig wurde“. So sei die Jubiläumsausgabe zum 25. Geburtstag, für die er einen Tag „taz“-Chef spielen durfte, „nach wie vor die meistverkaufte der Geschichte“. Dazu sagte der stellvertretende „taz“-Chefredakteur Peter Unfried: „Jeder Genosse stärkt mit seiner Einlage die ,taz’ – auch Kai Diekmann.“ Die „taz“ und die „taz“-Genossenschaft seien Erfolgsmodelle, während die „Bild“Auflage „im freien Fall“ sei. Die „taz“ ist seit 1992 eine Genossenschaft, zu der mehr als 8000 Mitglieder gehören. Sie halten ein Genossenschaftskapital von mehr als acht Millionen Euro. dpa/Tsp

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.05.2009)
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