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Apples Neuer

Auf dem Tablet serviert

Lesen, Surfen, Spielen, Fernsehen, Kommunizieren: Wie Apples iPad-Computer den Medienkonsum verändern wird.
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Das iPad mit seinem brillanten Bildschirm eignet sich hervorragend als digitales Fotoalbum. Auch Bücher, Zeitschriften und Zeitungen lassen sich darauf angenehm lesen. Anders als im Internet wird es sich dabei allerdings häufig um bezahlte Inhalte handeln. Foto: Reuters X80001
Am Tag nach der Vorstellung von Apples Tablet-PC in San Francisco teilen sich die Meinungen über das iPad in zwei Lager: Für die einen ist das tastaturlose Leichtgewicht „Apples neues Wunderwerk“, die anderen bemängeln, dass „insbesondere Geschäftskunden nicht zufrieden sein dürften“. Allen gemeinsam ist die Einschätzung, dass Steve Jobs neues Hightech-Spielzeug der IT-Welt neuen Schwung verleihen und wie zuvor bei iPod und iPhone nachhaltigen Einfluss auf viele Lebensbereiche haben wird.

In einem haben die Kritiker sicherlich recht: Das iPad dürfte in erster Linie ein wohnzimmertauglicher Freizeitcomputer sein, der jeden Couchtisch ziert. Stärker noch als jetzt lassen sich damit jederzeit Informationen aus dem Internet beziehen, können Mails empfangen und geschrieben oder Kontakte in den sozialen Netzwerken gepflegt werden. Als Couch-Computer könnte das iPad dem klassischen Fotoalbum den Garaus machen, auch für TV-Spielekonsolen stellt Apples neueste Entwicklung eine harte Konkurrenz dar. Noch stärker dürfte diese aber für Ebook-Lesegeräte wie den Kindle von Amazon oder den Sony-Reader werden. Diese Lesegeräte nutzen einen besonderen Bildschirm, der mit sogenannter elektronischer Tinte arbeitet. Strom wird dabei nur fürs Umblättern verbraucht, so dass diese Ebook-Reader mit einer Akkuladung einen ganzen Urlaub auskommen können – dafür allerdings nur monochrom und ohne Multimedia-Fähigkeiten.
Fotostrecke: iPad (12 Bilder)

Das iPad kennt diese Beschränkungen nicht. Die Darstellung ist gestochen scharf und vor allem farbig, auch das Umblättern der Seiten erinnert stärker an das echte Buch. Fünf große US-Verlage – Penguin, Macmillan, Simon & Schuster, HarperCollins und die Hachette-Buchgruppe – haben bereits Verträge mit Apple geschlossen. Das iPad gilt schon als „Kindle-Killer“, schließlich gibt es bereits eine iPhone-Applikation zum Lesen von Amazon-Ebooks. Doch dabei wird es nicht bleiben. Apple eröffnet für das iPad einen eigenen iBooks-Store. Immerhin nutzt Apple das offene ePub-Format, das auch von Sonys Reader eingesetzt wird.

Die „New York Times“ kündigte in San Francisco eine eigens für das iPad optimierte Anwendung an. Die Online-Ausgabe der Zeitung war in der Präsentation bereits mehrfach auf einem iPad-Display zu sehen – und dabei sowohl im Breit- als auch im Hochformat gut zu lesen. Wie beim iPhone lassen sich einzelne Beiträge durch Fingertippen vergrößern. Selbst Videos oder andere Multimedia-Inhalte lassen sich integrieren. Der Vorteil für die Verlage liegt auf einer anderen Ebene. Anders als im Internet sind iPhone-Nutzer willens, für Inhalte zu zahlen. Wenn sich Paid Content nun weiter durchsetzt, könnte es den Verlagen trotz Medien- und Werbekrise leichter fallen, ihren Lesern ins Internet zu folgen. So hofft der deutsche Bauer-Verlag darauf, dass durch Geräte wie das iPad „alles auf null gesetzt wird, um künftig für hochattraktive publizistische Inhalte Gebühren kassieren zu können“, wie es Verlagsmanager Andreas Schoo sagte. Für Ulrich Hegge von Hubert Burda Media ist es nun eine Aufgabe der Verlage herauszufinden, auf welchen Wegen künftig die journalistischen Inhalte zum Leser gelangen. Diese werden sicherlich optisch aufwendiger und multimedialer sein. Das gilt auch für die Werbung.

Das Internet basiert auf offenen Standards. Dort ist es unerheblich, ob eine Webseite mit einem MacIntosh, Linux-PC oder Windows-Computer aufgerufen wurde. In weiten Teilen gilt das auch für die eingesetzten Browser, ob es sich dabei nun um den Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari oder Opera handelte. Bei den Smartphones sieht das bereits jetzt ganz anders aus. Hier kocht jeder sein eigenes Süppchen, sodass eine für Apples iPhone geschriebene Applikation keineswegs mit Googles Handysystem Android läuft und schon gar nicht mit einem Symbian-Handy von Nokia.

Dieser Trend dürfte sich mit dem iPad-Tablet genauso verstärken wie die bereits spürbare Dominanz der Apple-Apps. Jede für ein iPhone entwickelte Applikation läuft nach Steve Jobs Worten automatisch auf dem iPad, entweder als kleines Fenster zentriert auf dem größeren Tablet-Bildschirm oder in verdoppelter Pixelzahl auf voller Display-Größe. Falls sich die Entwickler nicht entschließen, ihre Apps ganz schnell an das iPad anzupassen. Zurzeit sind im App-Store 140 000 Anwendungen gelistet. Zudem führt auch mit dem iPad kein Weg an iTunes oder am App-Store von Apple vorbei. Dass Apple an jeder verkauften Applikation rund ein Drittel der Kaufsumme verdient, ist nur ein Aspekt. Der andere: Apple entscheidet bei jedem Spiel, bei jedem eBook und bei jedem Magazin, ob es in den App-Store passt. Das führt schon heute dazu, dass die „Bild“-App in Deutschland nur von Lesern über 17 Jahren aufgerufen werden darf und der „Playboy“ erst dann Apple-tauglich sein wird, wenn er an die Apple-eigenen Jugendschutzbestimmungen angepasst wurde.  

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.01.2010)
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Kommentare [ 22 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von silversurfer111 silversurfer111 ist gerade offline | 28.1.2010 18:13 Uhr
wie immer
apple produkte haben ihren gewissen reiz aber mehr auch nicht
das beweisst der hype um das produkt, dass mehr als unvollkommen erscheint - da es hier aber wie bei ipod und iphone vielen menschen mehr um den status und einfach benutzung geht dürfte sich auch dieser apple sprössling gut verkaufen

wenigstens lässt sich hier günstig im ausland im gegensatz zu dem iphone surfen !
mehr aktuelle infos zu prepaid im ausland

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Prepaid ohne Roamingkostenhttp://www.internet-ausland.de

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von dirkschneider dirkschneider ist gerade offline | 28.1.2010 19:44 Uhr
Ich verstehe nicht
warum um dieses Teil so ein Bohey gemacht wird.
Slate Tablet PC sind doch nicht neu... Es gibt seit mindestens 6 Jahren hervorragende Geräte z.B. die Stylistics von Fujitsu Siemens. Einer weiten Verbreitung hat bis jetzt m.E. nur der vergleichsweise höhere Preis entgegengestanden.
Ich denke nicht das der Preis bei einen Apple Gerät DAS schlagende Verkaufsargument sein wird. Und von den Leistungen und der verfügbaren Software her ist das Gerät ja wohl bescheiden...
Was soll ich mit "Apps" genannter Software für Mobiltelefone auf einem normalen Rechner ?
Alles in allem lediglich ein Beweis für die Qualität der Marketingabteilung von Apple. Mehr nicht!
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von marel marel ist gerade offline | 29.1.2010 7:47 Uhr
Das Smartphone gab´s auch schon vor dem iPhone
Trotzdem hat das iPhone den Markt aufgrollt. Warum? Die Antwort können Sie selbst geben. Apple hat es eben um Klassen besser gemacht als die Konkurrenz.

Trotzdem ist es albern so einen Hype um ein Produkt zu machen, das Apple dazu dient Geld zu verdienen. Man kauft es - oder auch nicht -, bezahlt und gut. Wenn man dafür auch noch Werbung machen soll, soll Apple für die Werbung auch bezahlen. Welche iDeppen, die das umsonst machen!

Der Nutzen des Couch-Computers ist allerdings deutlich geringer als der des iPhones. Für alle seine Funktionen hat man normalerweise spezialisiertere Geräte im Haus. Den Fernseher, das Telephon, einen Arbeitsplatz zum Schreiben, ein Zeitungsabo mit bester Auflösung auf Papier.

Der Beweis, daß er zum Zeitunglesen taugt, muß erst noch erbraucht werden. Der Monitor ist eben kein E-Paper.

Sobald sie der iDepp dann einmal auch seinen Couch-Computer gesetzt hat, ist der eh nicht mehr zu gebrauchen.
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von c c ist gerade offline | 28.1.2010 20:12 Uhr
...und wie immer...
...tauchen Leute auf die einem unbesehenen Produkt einen Stempel aufdruecken wollen.

Warum Leute das iPhone immer noch auf ein Statussymbol reduzieren wollen bleibt mir schleierhaft.

Offenbar handelt es sich hierbei um Leute die das Produkt nicht benutzt haben. Und mit "benutzt" meine ich mehr als 10 Minuten damit rumgespielt.

Ich war ebenfalls sehr kritisch gegenueber dem iPhone eingestellt. Muss nun aber nach 4 Wochen iPhone eingestehen das ich nicht wieder auf ein "normales Handy" oder auch Smartphone zurueckgehen moechte. Das Iphone hat meiner Meinung nach den Mobiltelefonmarkt revolutioniert und aufgerollt - und voellig zurecht.

Darum wuerde ich auf keinen Fall dem iPad aehnliches Potential unbesehen absprechen.
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von michaelm michaelm ist gerade offline | 28.1.2010 20:12 Uhr
Das Eierpad wird gar nix verändern
Das aufgeblasene Ei-fon namens Eier-pad von Apple wird gar nix verändern, weil es absolut nichts Neues bringt, nichts besser kann als andere Geräte und die Welt weiß Gott nicht noch einen Haufen Elektronik-Schrott braucht.
Wenden wir uns wieder wichtigen Dingen zu.
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von vikki vikki ist gerade offline | 28.1.2010 21:02 Uhr
Zwang zum Konsum
Mit den Apple-Apps soll man vor allem eins: Kaufen, kaufen, kaufen. Was im Web an Inhalten für jedermann umsonst ist, wird etwas aufgehübscht und mit Zahlschranke versehen. Nee danke, ich bleibe bei meinem Notebook!
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von nyarlat nyarlat ist gerade offline | 28.1.2010 21:32 Uhr
Keiner muß was kaufen was er nicht will.
Warum die Niedermache? Und den Hype machen doch die Medien. Nicht Apple.
Jobs hat nie gesagt das er der Messias ist und sich auch nie einen Kampf mit Bill Gates geliefert sondern häufig genug kooperiert.
Lustig ist nur das alle die eine Weile mit einem Mac oder iPhone gearbeitet haben nicht mehr auf einen PC zurück wollen. Das OS ist eben einfach durchdachter und besser designt.
Was nicht heißt das es einen nicht beim Design gängelt und Steves Geschmack aufzwingt.
Leider gibt es eine Epoche lang immer nur ein Design von Apple. Das war´s dann mit der Individualität. Aber wenigstens funktioniert´s fast immer ohne Probleme.
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von unbekannt | 28.1.2010 21:43 Uhr
einfach nur Evolution
Ende 2001 schüttelte man in Deutschland nur dem Kopf,ein Walkman für das Piratenformat MP3 für fast 1000 DM und dazu ein Onlinesupermarkt für Musik aus dem Internet, die man doch auch umsonst bekommt?!
Viele glaubten damals daran, dass sich Apple mit dieser Schnapsidee den Todesstoß versetzten würde... doch diese Experten irrten sich gewaltig.

2007 lachte ganz Europa darüber wie Apple mit seinem iPhone kam, man witzelte über den "rückständigen" Amerikanischen Handymarkt: " Die haben ja sogar noch Antennen..." - jetzt hat irgendwie jeder zweite ein iPhone- zumindest in meinem Umfeld. Und wirklich viel Konkurrenz hat das iPhone nach wie vor nicht.

nun 2010: das iPad- sicher noch sehr unausgereift und so- wie das iPhone damals ohne UMTS und keksiger Kamera... doch das wird sicher noch- irgendwann wird es garantiert nur noch "Notebooks" ohne Tastatur und Klappdeckel geben- nennt sich Evolution- ob die besten dann von Apple sein werden, wird die Zukunft zeigen.
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von michaelm michaelm ist gerade offline | 29.1.2010 9:13 Uhr
Ei-Fon für Grobmotoriker
Nun ist ein Ei-Fon für Grobmotoriker herausgekommen, und ?
Die sog. "Smartphones" haben einen Marktanteil von gerade mal 10% im Handymarkt - na, und ?

Es kann ja jeder sein Lieblings-Spielzeug haben, aber muß man gleiche eine Religion draus machen ?
Und völlig blind für alle Nachteile sein?
Merkwürdige Technikgläubigkeit!
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von marel marel ist gerade offline | 29.1.2010 14:10 Uhr
Anteil gestiegen
Der Anteil der Smartphones ist gestiegen. Ich habe mir nämlich gerade eins gekauft, natürlich ohne mich veräpplen zu lassen.




Comment
von schnulli schnulli ist gerade offline | 29.1.2010 10:08 Uhr
8 Things...
...That Suck About the iPad

u.a.
- kein Multitasking!
- kein HDMI (keine HD-Videos auf den TV übertragbar)
- kein USB (lediglich über extra Adapter)
- kein Flash (Großteil der Webvideos nicht zugänglich)
- kein HD ready Bildschirm, obendrein 4:3 Format
- lediglich Mono-Lautsprecher
- geschlossenes System (nur Software d. App Store installierbar)

DRM mag zwar der feuchte Traum der Medienbranche sein, doch ich fürchte, die User werden da nicht mitmachen. Die Revolution des Medienkonsums wird demnach ausbleiben.
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von gardie45 gardie45 ist gerade offline | 29.1.2010 11:38 Uhr
Was sonst noch fehlt @schnulli
Das Ding hat ja noch nicht mal eine Brotbackmaschine oder einen Brausekopf, von einem Diskettenlaufwerk gar nicht zu reden.
Dieses Unding, genannt iPad, wird gnadenlos floppen wie der iPod und das iphone.
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von pizza pizza ist gerade offline | 29.1.2010 11:41 Uhr
Multitasking
das mit dem "kein Multitasking" ist so nicht richtig: das iPhone OS 3.x erlaubt keinen Wechsel zwischen laufenden Applikationen von Drittanbietern wie auf einem ausgewachsenem OS - Multitasking beherrscht es aber sehr wohl. Einfaches Beispiel ist das versenden eines Bildes, nach drücken des absenden Buttons können Sie die Applikation schliessen, versendet wird es im Hintergrund. Welche Prozesse laufen kann man z. B. mit Xcode sehen. Multitasking ist auf dem Tablet / iPhone also schlicht eine Frage der von Apple gewollten Benutzerführung.

Flash ist auf dem besten Wege obsolet zu werden durch HTML5.

USB ist wohl auf Kameraverbindungen reduziert - schätze Apple wird in späteren OS Varianten auf ihre Airport-NAS Lösung verweisen (hoffentlich auch auf andere).

4:3 dürfte aus ergonomischen Gründen gewählt worden sein.

HDMI wurde wahrscheinlich nicht implementiert um das Apple TV nicht zu kanibalisieren, schlechter Schachzug, aber ein Apple TV erfüllt den Zweck sowieso besser (wenn es denn mal endlich einen TV Tuner bekäme).
Stellt sich nur die Frage wie man DRM verteufeln (Warum eigentlich? Ist doch das gute Recht des Urhebers seine Leistung zu schützen) und HDMI (DRM implementiert) fordern kann?

Den AppStore würde ich nicht als geschlossenes System bezeichnen, sondern als Software Schleuder. Niemals zu vor war es für uns Indie-Developer so einfach Software zu vermarkten - das ist eher ein gewaltiger Schritt weg von den Monopolen, auch wenn der Vertriebskanal selbst ein Monopol ist.

Mono - in den Specs steht "Speakers" - also sollte es eine Stereoausgabe haben.

Comment
von Der_Zorg Der_Zorg ist gerade offline | 29.1.2010 10:28 Uhr
Richtig Supi das Ding
Ist doch klasse! Endlich im Bett oder auf der Couch gemütlich auf Youtube Videos anschauen :)

Ach nee, da war ja was.. Keine Flashunterstützung XD
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von rumme rumme ist gerade offline | 29.1.2010 12:10 Uhr
Hey Zorg,


Zitat von Der_Zorg

Keine Flashunterstützung


Und wie funktioniert dann noch mal diese "YouTube"-App auf' iPhone/Tatsch?
Comment
von laura laura ist gerade offline | 29.1.2010 10:35 Uhr
Print schaufelt das sich eigene Grab
lustig zu sehen, wie die Presse aus die Applemarketingstrategie anspringt. Doch während es beim Ihpone einfach nur Klicks brachte, schaufelt sich die Printpresse hier gerade Ihr eigenes Grab.
Nicht durch das Ipad, aber durch die hunderte von Clonen, die "umsonst lesen" auch den bisherigen Print lesern beibringen wird.
Wie viel Kunden wirklich ein Ipad statt eines Clones oder sogar künftiges farbiges e-ink kaufen werden, bleibt abzuwarten. Man unterschätze Apples Marketing nicht, aber ein Ipad trägt man wohl weit weniger in der Öffentlichkeit spazieren... Die Menschen sind aber leider so trivial und wollen zeigen, was sie tolles da haben. Dieser Faktorist nicht zu unterschätzen. Handykonsumenten haben auch ganz andere Konsumstrukturen als Zeitungsleser... siehe Jamba &Co.

Für den Printbereicht wird es spannend. Es wurde gerade die mp3 Saison eröffent..
Comment
von marel marel ist gerade offline | 29.1.2010 12:15 Uhr
E-Ink
Ein wirklich lesbaren E-Ink würde ich mir zu einem günstigen Preis kaufen, einen iPad nicht. Ich habe mir auch nie einen iPod gekauft sondern nur einen MP3-Player, den Sie vermutlich Clone nennen würden. Dafür spielt der Clone aber unterschiedliche Formate ab und ich muß mir von Apple nicht alles diktieren lassen.

Nein, Apple hat keinen Alleinvermarktungsanspruch für bestimmte Produktgruppen. Ich bin ein Gegner von Monopolen, wodurch die Kunden abgezockt werden und die Entwicklung ab einem bestimmten Punkt gebremst wird.

Ich erkenne die Innovationsleistung von Apple an, aber ich möchte mich von Appel genausowenig ans Gängelband legen lassen wie von Microsoft.

Daß geistige Leistungen bezahlt werden müssen, ist eine andere Sache, weil sonst die Qualität flöten geht. Hier aber auf Apple als Heilsbringer zu hoffen ist schlicht naiv. Apple wird in der Praxis eher als Diktator für die Presse daherkommen.

Eins kann die Presse aber tatsächlich von Apple lernen, nämlich daß Kunden durchaus bereit sind, für Inhalte zu bezahlen, wenn das Gesamtsetup für den Kunden stimmt.

Eines der Hauptprobleme sehe ich darin, daß die Banken es bisher versäumt haben, das Bezahlen im Internet einfach, sicher und schnell zu machen. Daß dazu erst ein Anbieter wie Paypal kommen muß, ist für die Banken ein Armutszeugnis und für die Presselandschaft ein Desaster.
Comment
von schnulli schnulli ist gerade offline | 29.1.2010 13:39 Uhr
Als Apple-Fan...
... sollten Sie sich zumindestens über das Produkt, das Sie anpreisen, zuvor informieren.



Zitat von pizza

Mono - in den Specs steht "Speakers" - also sollte es eine Stereoausgabe haben.



Unterpunkt \"Accessibility\": mono audio

Ihre Mühe, uns zu erklären, daß bei Apple weniger stets mehr bedeutet in allen Ehren, doch die Abwesenheit von Multitasking (bspw. kein Musikhören während des Schreibens), USB, sowie Flash sind echte Dealbreaker.

Was HTML5 betrifft, befindet sich diesbezüglich derzeit lediglich YouTube im Versuchsstadium. Allerdings läuft es dort nur auf Safari und Chrome, doch noch auf keinem der großen Browser. Bevor HTML5 im Web Flash halbwegs abgelöst hat, wird noch viel Zeit vergehen. Zumal YouTube nicht die einzge Videoquelle darstellt und auch die Mehrheit interaktiver Web-Applikationen derzeit auf Flash basieren.

HDMI ist zwar leider nicht frei von DRM, jedoch der Standard, wenn es um die Übertragung von HD-Content auf externe Abspielgeräte geht. Von iTunes erworbenes HD-Material kann das iPad nicht verlassen, daran gibt's nichts zu beschönigen.

Daß der App Store ein geschlossenes System darstellt, brauchen wir hier genauso wenig zu debattieren, wie das Verhältnis eines Aquariums zum Ozean.

Sollen sich die Fans dieses Gerät ruhig kaufen, ist ihr gutes Recht. Ärgerlich hingegen ist die demagogische Medienberichterstattung, die den Apple-Spin 1:1 übernimmt. Technisch inkompetente Autoren bejubeln, größtenteils aus der Ferne, ein Gerät, dessen technische Daten sie entweder nicht im Ansatz kennen oder geistig nicht erfassen können.

Bevor wieder das übliche "Bist-ja-nur-neidisch-und-kannst-Dir-keinen-Mac-leisten" kommt: Dieser Beitrag wurde auf meinem MacBook Pro erstellt.
Comment
von pizza pizza ist gerade offline | 29.1.2010 14:54 Uhr
Audio
"(bspw. kein Musikhören während des Schreibens)" - Das ist Quatsch! Warum sollte das nicht gehen? Als Entwickler kann man bestimmen ob die App die "iPod"-Wiedergabe blockieren soll oder nicht.

"Bist-ja-nur-neidisch-und-kannst-Dir-keinen-Mac-leisten" - den Spruch hört man normalerweise nur im Heise Forum als angebliches Zitat von Mac-Usern. Für Leute aus der Mac-Steinzeit ist der Mac ein gut funktionierendes Werkzeug und sonst nichts. Den neuen (Mac)-Schnullis aus den 2000ern, wie Sie sich hier selbst nennen, geht es vielleicht nur um das hippe Design aber merkwürdigerweise kenne ich solche Leute nicht obwohl mehr als 90% meines Bekanntenkreises Macs benutzt.

Was kann Apple für den Hype der jetzt um das iPad gemacht wird? Noch am 26.1. hätte Apple offiziell behauptet das es ein solches Gerät nicht gibt. Den Hype im Vorfeld hat doch die Presse allein produziert.

Erklären sie mal was am AppStore so schlecht sein soll, um ein App zu produzieren das abgelehnt wird muss man sich schon wirklich dumm anstellen. (Also komplett abgelehnt, Nachbesserungen sind normal). Der AppStore ist das Beste was kleinen Entwicklern passieren konnte! Und wer bitte will einen Store für ein Mobiltelefon, in dem der unkontrollierte Windwuchs umgeht und man mit Dialern und anderen kostenintensiven Sicheheitslecks rechnen muss?
Comment
von schnulli schnulli ist gerade offline | 29.1.2010 15:49 Uhr
Über Fakten, die man nicht kennt...
...sollte man nicht urteilen.



Zitat von pizza

Den neuen (Mac)-Schnullis aus den 2000ern, wie Sie sich hier selbst nennen, geht es vielleicht nur um das hippe Design...



Warum werden Sie persönlich und beleidigend, wenn Ihnen die Argumente ausgehen? Ich nutze Apple Computer seit jeher nicht als Fan sondern aus beruflicher Notwendigkeit. Daher auch mein Blick auf die Tatsachen, nicht auf zusammengeträumte Euphemismen. Ihre Attacke zielt daher ins Leere.

Das Beste, was kleinen Entwicklern passieren kann, ist übrigens nach wie vor freie Open Source Software. Denn die überwältigende Mehrheit von ihnen verdient im App Store wenig bis gar nichts (Link). Der alleinige Dauergewinner ist Apple, denn das Unternehmen erhält, ohne Vorleistungen erbringen zu müssen, billige Programme, von denen es einen Profit-Share erst abgeben muß, wenn sie sich tatsächlich verkaufen.

Es stellt sich allerdings die Frage Ihrer Kompetenz, wenn Sie heutzutage bei freier Software noch von einer "Dialer"-Gefahr reden. Vielleicht wäre es an der Zeit, das alte 56k-Modem langsam auszumustern. Denn damit funktioniert das iPad definitiv nicht.
Comment
von pizza pizza ist gerade offline | 30.1.2010 5:50 Uhr
Aha
mit Open Source kann man ja den Reibach schlechthin machen... inwiefern war mein Beitrag beleidigend Herr "Schnulli"? Als professioneller Apple User der 80er und 90er kommen Sie doch wohl aus den Bereichen Wissenschaft, Audio oder Print. Im App Store kann man sehr gut Geld verdienen, mit Open Source kann man leider nichts verdienen, aber sicher werden Sie mir das Modell vorstellen. Als Urheber (Musik), iPhone Entwickler und Mitglied der Piratenpartei bin ich schon auf Ihr Modell gespannt. Ich auf jeden Fall habe keine Lust mich als Sklave (am Ende) besser verdienender Konsumenten zu verdingen.
Comment
von guebei1 guebei1 ist gerade offline | 30.1.2010 1:09 Uhr
Reisebegleiter und vieles mehr
Auf dem iPad läuft iPhone OS 3.2 als Betriebssystem, auch sämtliche iPhone-Apps sollen ohne Änderungen an ihrem jeweiligen Programmcode funktionieren.
Damit ist klar, dass der Rechenkern eine A4-SoC Architektur aufweist – (OEM-)Prozessoren / SoCs – also im Vergleich zu den Standardprodukten der einschlägigen Embedded-Prozessorhersteller (unter anderem Freescale, Infineon, NXP, Qualcomm, Texas Instruments, Samsung) diese Versionen, sind exakt an die Bedürfnisse des jeweiligen Gerätes angepasst.
Das bedeutet dass die bisherigen IPhone Software zusätzlich E Book Software +Navigation + Spiele + Mail, Kalender , und Adressbücher synchronisiert funktionieren.
I Work u. I Photo auch.
Das kann ein anderes E Book nicht.
MfG

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