Medien : 17. Juni am 17. Juni

Ein Überblick über Radio- und TV-Sendungen zum Aufstand

Matthias Lohre

Am 50. Jahrestag des 17. Juni 1953 blicken Hörfunk und Fernsehen noch einmal zurück auf die dramatischen Ereignisse vor 50 Jahren. Eine Auswahl.

Radio:

88acht widmet von 6 bis 18 Uhr sein Programm dem 17. Juni und fragt unter anderem, was Berliner heute noch mit diesem Datum verbinden und wie die Menschen in Ost und West den Tag wahrgenommen haben.

„Faschistenputsch und Volksaufstand“ heißt eine Sendung mit Lesungen und Gesprächen, die Radio 3 um 17 Uhr 05 ausstrahlt. Geredet wird über „Legenden, Lügen, Wirklichkeiten“ und den Juni 1953 in der deutsch-deutschen Literatur.

Der Deutschlandfunk sendet um 18 Uhr 40 „Der Tote von Rathenow – Oder: Wer war Wilhelm Hagedorn?“, ein Porträt eines Betriebsschutzleiters der HO. Von zwei Jugendlichen schwer misshandelt, starb Hagedorn am 17. Juni. Später begnadigte das SED-Politbüro seine zum Tode verurteilten Mörder. Um 19 Uhr 15 folgt der zweite von drei Teilen des Features „17. Juni 1953 – Der Aufstand" über Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der Volkserhebung. Der letzte Teil kommt morgen um 19 Uhr 15.

Bertolt Brecht und der 17. Juni sind das Thema im Deutschlandradio Berli n um 19 Uhr 05: „Als große Ungelegenheit kam die große Gelegenheit“.

Passend dazu liest Günter Grass ab 20 Uhr 05 auf Radio Kultur live „Die Plebejer proben den Aufstand“ aus dem Theater am Schiffbauerdamm. In dem 1966 uraufgeführten Stück geht es um das Verhalten eines Theaterchefs während des Aufstands.

Fernsehen:

Neben Wiederholungen aus den vergangenen Tagen gibt es heute auch Erstausstrahlungen, darunter „Die kommen doch nicht mit den Panzern … Berliner erinnern sich an den 17. Juni“ ( RBB Berlin , 20 Uhr 15). Im Zentrum der 45-minütigen Dokumentation stehen die Erlebnisse von Demonstranten, Bauarbeitern und Grenzgängern.

Der RBB Brandenburg konzentriert sich in der Dokumentation „Der Aufstand auf dem Lande“ um 22 Uhr 05 auf die lange unerforschten Ereignisse in Brandenburg. Die Autoren Martin Küper und Stefan Pannen lassen Zeitzeugen über die Erstürmung von Polizeizentralen, Gefängnissen und Betrieben sprechen.

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