Medien : 25. August: „Berliner Runde“ im ZDF Angela Merkel sagt zu, Schröder kommt nicht

-

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird nicht an der ZDFRunde der Spitzenpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien am 25. August teilnehmen. Für die SPD werde der Fraktionschef und Parteivorsitzende Franz Müntefering kommen, sagte SPD-Sprecher Lars Kühn am Montag. Der Kanzler habe seiner Unions-Herausforderin Angela Merkel (CDU) zwei Fernseh-Duelle angeboten. Bekannterweise habe sie aber nur einem Duell zugestimmt. Als Kanzlerkandidaten sind nur Merkel und Schröder von ihren Parteien aufgestellt worden.

Ein Unions-Fraktionssprecher bestätigte am Montag, dass Merkel zugesagt habe. ZDFChefredakteur Nikolaus Brender sagte auf Anfrage, dass neben Merkel auch der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber, Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer und FDP-Chef Guido Westerwelle ihre Teilnahme an der „Berliner Runde“ bestätigt hätten.

Diese Runde mit den Spitzenkandidaten der Bundestags-Fraktionen hatte es auch vor drei Jahren im Bundestagswahlkampf gegeben. Damals hatte allerdings für die SPD nicht Schröder, sondern der heutige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement debattiert.

Nach Angaben von Brender soll vor dem Hintergrund der Debatte über mögliche Koalitionen unter anderem erörtert werden, wer inhaltlich und persönlich zusammenpasse. Aber auch Sachfragen würden diskutiert.

Die privaten Hörfunksender wollen unterdessen einen „Radio-Gipfel“ zwischen Gerhard Schröder und Angela Merkel ausstrahlen. Das sagte Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Organisation Radiozentrale, der „Süddeutschen Zeitung“. Man habe den Wahlkampfbüros von Schröder und Merkel ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Nach den derzeitigen Planungen sollten zwei Journalisten an einem Sonntagvormittag die beiden Politiker befragen. dpa/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben