Abo-Sender : Hinterm Horizont geht’s weiter

Sky-Chef bleibt trotz Verlusten optimistisch. Konkrete Prognosen blieb Brian Sullivan jedoch schuldig.

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Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan hat auf der Hauptversammlung des tief in den Miesen steckenden Bezahlsenders die Hoffnung auf bessere Zeiten geschürt. Allerdings blieb er seinen Aktionären am Freitag in München trotz zuletzt kräftig gewachsener Abo-Zahlen eine konkrete Prognose für den sehnlichst erwarteten Sprung in die Gewinnzone schuldig. Klar ist: Auch in diesem Jahr wird der von Medienzar Rupert Murdoch kontrollierte Konzern wieder Verluste schreiben.

Dennoch konnte der seit gut einem Jahr amtierende Sullivan bei seiner zweiten Hauptversammlung neben scharfer Kritik für seinen neuen Kurs auch Lob einstreichen. Sullivan sieht das Dauersorgenkind Murdochs angesichts kräftiger Investitionen in das Programmangebot und neue Produkte wie das mobile Angebot „Sky Go“ auf einem guten Weg. „Aber es gibt noch viel zu tun“, sagte Sullivan. Im vergangenen Jahr hatte der neue Chef noch den Zorn vor allem vieler Kleinaktionäre zu spüren bekommen.

Murdoch kontrolliert über seine News Corp. den Münchner Konzern, dem die Bundesliga-Übertragungsrechte im Pay-TV noch mindestens bis zur Saison 2012/2013 gehören. Zusammen mit neuen Darlehen in diesem Jahr summiert sich die jüngste Finanzspritze für Sky auf 448 Millionen Euro. So groß die Summe, so sehr scheint der Kurs Murdochs zu unterstreichen, dass es ihm ernst ist mit dem Projekt, einen Bezahlsender in Deutschland profitabel zu betreiben. Sky hatte im letzten Quartal 2010 deutlich mehr neue Kunden gewonnen als erwartet. „Sky befindet sich allerdings nach wie vor am Beginn seiner strategischen Neuausrichtung“, heißt es im Geschäftsbericht. Eine Antwort, wann die Gewinnschwelle erreicht werden könnte, gab Sullivan nicht. Eigenen Angaben zufolge braucht Sky rund drei Millionen Abos, um Geld zu verdienen. Derzeit hat der Sender 2,6 Millionen Kunden. Die Zahlen fürs erste Quartal will Sky am 12. Mai vorlegen. dpa/Tsp

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