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AfD-Chefin nicht im ZDF-Interview : Wieder hat das ZDF-„Morgenmagazin“ auf Frauke Petry gewartet

Auch am Dienstag kam die AfD-Parteichefin Frauke Petry nicht zum ZDF-"Morgenmagazin", wie am Tag zuvor. Liegt es an der ZDF-Moderatorin?

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Die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry.
Die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry.Foto: dpa

Das ZDF-„Morgenmagazin“ und Frauke Petry - das scheint derzeit eine eher schwierige Beziehung zu sein. Am Montag war die eingeladene Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) nicht in der Sendung erschienen, weil sie den TV-Auftritt „vergessen“ hatte. Das ZDF kündigte daraufhin ihren Besuch für den Dienstag an. Doch auch am Dienstag kam Frauke Petry nicht ins „Morgenmagazin“.

Diesmal jedoch hat die Frauke Petry offenbar eine Verhinderung dem ZDF als Grund genannt, nicht in der Sendung aufzutreten. Sie könne „aus terminlichen Gründen“ nicht, twitterte der Sender am Morgen.
Stattdessen war der Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, zugeschaltet.

Am Montag hatte Frauke Petry mit ihrem etwas mysteriösen Fernbleiben noch für unterhaltsame Spekulationen im Social-Web gesorgt. Sie habe nicht verschlafen, sondern den Termin in ihrem Kalender übersehen, erklärte AfD-Pressesprecher Christian Lüth. Frauke Petry sei Frühaufsteherin.
Fakt ist: Die rechte Partei fühlt sich von den Medien insgesamt schlecht behandelt. Bei AfD-Kundgebungen wird immer wieder der Slogan „Lügenpresse“ skandiert, der auch bei „Pegida“-Demos zu hören ist. Schnell entbrannte unter dem ersten ZDF-Tweet am Montag, der Petrys „vergessen“ des Termins erklärte, eine hitzige Diskussion. Die einen ärgerten sich darüber, dass das „Morgenmagazin“ Petry noch einmal einladen will. Die anderen fanden das Verhalten der Politikerin respektlos. Eine dritte Gruppe meinte, dass es nur menschlich sei und passieren könnte.

Interessant bleibt die Frage, ob das „Morgenmagazin“ in den kommenden Tagen einen dritten Versuch mit einer Petry-Einladung macht? Oder ob sich Frauke Petry an der Moderatorin Dunja Hayali stört, die die AfD-Politikerin hätte interviewen können? Weder das ZDF noch Frauke Petry haben darauf am Dienstag eine Antwort gegeben.

Diesmal jedoch hat die AfD-Vorsitzende Frauke Petry offenbar eine Verhinderung dem ZDF als Grund genannt, nicht in der Sendung aufzutreten. Sie könne "aus terminlichen Gründen" nicht, twitterte der Sender am Morgen. Stattdessen war der Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, zugeschaltet. "Die AfD ist im Grunde die demokratische Partei", sagte er. Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, Muslime aber, die ihre Religion "für sich privat leben", durchaus. Auch seien "tatsächliche Flüchtlinge" muslimischen Glaubens willkommen, sofern sie sich an "Grundwerte" hielten.

Interessant bleibt die Frage, ob das „Morgenmagazin“ in den kommenden Tagen einen weiteren Versuch mit einer Petry-Einladung macht. Laut "Moma"-Redaktionsleiter Thomas Fuhrmann ist das nicht vorgesehen. "Wir haben Frau Petry in den vergangenen zwei Wochen drei Mal eingeladen. Nach einer kurzfristigen Absage in der vorletzten Woche, ist sie gestern nicht erschienen. Heute hatte sie keine Zeit. Dafür gab es ein Interview mit dem AfD-Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt, Herrn Andre Poggenburg. Momentan sehen wir journalistisch keine Gründe, Frau Petry erneut einzuladen."

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