Medien : Agenturstreit: dpa legt Beschwerde ein

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) geht gegen die Entscheidung vor, dass ihr Konkurrent dapd künftig das Auswärtige Amt mit seinen rund 230 deutschen Botschaften im Ausland beliefern soll. Kurz vor Auslaufen der Frist legte die Agentur am Montag Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf ein. Die dpa stützt sich dabei auf zwei Elemente: Zum einen würde mit der dapd ein Mitbewerber bevorzugt, der Nachrichten übersetze, die von der großen amerikanischen Agentur AP kommen würden. In der Ausschreibung des Amtes habe es aber geheißen, dass ein Gegengewicht zu den globalen Agenturen, zu denen neben AP auch Reuters und AFP gehört, geschaffen werde solle. Zum anderen ist das Angebot der dapd nach Ansicht der dpa unterpreisig. Bis Ende 2010 hatte die dpa fast 60 Jahre lang das Auswärtige Amt mit seinem fremdsprachigen Dienst in Englisch, Arabisch und Spanisch beliefert. Das OLG entscheidet in den nächsten Wochen über die Beschwerde. sop

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben