An 50-Euro-Frage gescheitert : Tanja Fuß macht Günther Jauch Vorwürfe

Die Modedesignstudentin war am 15. Juni beim RTL-Quiz gescheitert. Jetzt sagt Tanja Fuß, Moderator Jauch habe sie der Quote wegen auflaufen lassen

von
Tanja Fuß im Moment der Entscheidung: Sie entschied sich für Antwort "D", richtig war "C" Foto:
Tanja Fuß im Moment der Entscheidung: Sie entschied sich für Antwort "D", richtig war "C"

Showkandidatin Tanja Fuß, die bei „Wer wird Millionär?“ auf RTL an der ersten Frage und nach 45 Sekunden gescheitert ist, gibt Gastgeber Günther Jauch (58) eine Mitschuld an ihrer Blamage. Die 20-Jährige glaubt, Jauch habe sie wegen der Quote auflaufen lassen. „Bessere Publicity, als dass eine blonde Mode-Studentin an der ersten Frage scheitert, gibt es ja wohl nicht“, sagte sie dem Magazin „Closer“.

Jauch hatte schon nach der Ausstrahlung des Auftritts am 15. Juni ähnliche Kritik in sozialen Netzwerken zurückgewiesen. „„Wer wird Millionär?“ ist ja von Haus aus keine Wohltätigkeitssendung, in der es eine Garantie auf leistungslose Gewinne gibt“, sagte Jauch der „Bild“-Zeitung. „Wenn ich jedem automatisch bei jeder Antwort über die Hürde helfe, ist der Reiz der Sendung dahin. Die Kandidatin hatte ja mehr als eine Möglichkeit, sich zu korrigieren.“ Direkt nach der Sendung hatte RTL Fuß noch damit zitiert, sie nehme alles gelassen. "Pech im Spiel, Glück in der Liebe", hatte die Studentin dekretiert.

Die Aachenerin hatte die Frage zu beantworten gehabt: „Seit jeher haben die meisten...? A: Dober Männer, B: Cocker Spaniels, C: Schäfer Hunde, D: Riesen Schnauzer“. Sie entschied sich darauf für „Riesen Schnauzer“, richtig wäre "C" gewesen. Tanja Fuß ist die erste Kandidatin, die in der seit 16 Jahren laufenden Quiz-Show bereits an der ersten Frage gescheitert ist. 20 andere Kandidaten der bisher rund 2200 Teilnehmer mussten das Studio mit null Euro Gewinn verlassen.

Die 20-jährige, die in Mönchengladbach studiert, sprach im „Closer“-Interview von einem Spießrutenlauf an dem Tag nach der Ausstrahlung der Sendung: „Teilweise musste ich mich sogar verstecken, weil einige Leute zu aufdringlich wurden.“ Die Häme in sozialen Netzwerken sei für sie „reinster Psycho-Terror“ gewesen. (mit dpa)

Autor

51 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben