Medien : an Gerhard Ziegler Experte von PC Notruf

Generell keine Cookies zulassen

an Gerhard Ziegler

Mein Virenscanner meldet ein Trojanisches Pferd. Nach dem Löschen taucht es unter anderem Namen wieder auf. Ist es besser, den Schädling gleich zu löschen oder reicht die Quarantäne aus?

Grundsätzlich ist es besser, gefundene Schädlinge – also neben Trojanern auch Viren, Würmer, Spyware und ähnliches sofort zu löschen. Dafür sprechen zwei Gründe. Erstens können diese dann nicht mehr versehentlich aufgerufen werden, zum anderen bekommen Sie keine Falschmeldungen wenn Sie mit mehreren Scannern arbeiten.

Einen Nachteil hat das jedoch. Programmviren hängen sich an ganz normale Programme an. Werden diese gelöscht, läuft das Programm nicht mehr. Soweit bekannt, werden solche Infektionen sofort behoben. Ist für einen erkannten Virus noch kein „Heilmittel“ bekannt, kommt die infizierte Datei in ein geschütztes Quarantäneverzeichnis ( bei Norton Antivirus beispielsweise das Unterverzeichnis Infectet im Programmverzeichnis), bis das „Heilmittel“ gefunden ist. Diese Verzeichnisse sind nur so lange geschützt, wie das Virenprogramm auf dem Rechner aktiv ist. Programmviren sind heute jedoch eher selten.

Verwenden Sie nur einen Virenscanner und arbeiten ausschließlich mit Ihren Programmen und begeben sich nicht selbst auf die Festplatte, dann ist die Quarantäne eine gute Option. Wenn Viren, Würmer oder deren Auswirkungen immer wieder erscheinen, so liegt das daran, dass sich diese immer wieder unter neuem Namen selbst replizieren oder Veränderungen am System vornehmen, oder dass sich der Schädling aus Resten selbst wiederherstellt. Hierfür gibt es oft Programme im Internet, die zur Beseitigung einzelner bestimmter Schädlinge geschrieben wurden. Diese Programme sind auf den Internetseiten der Antivirensoftwarehersteller oder von PC-Zeitschriften zu finden. Hierfür benötigen Sie den konkreten Namen des Schädlings. Empfehlenswert ist es auch, in den Einstellungen des Internetbrowsers allgemein keine Cookies zuzulassen, da diese oft zum Aushorchen und Umleiten auf bestimmte Webseiten missbraucht werden. Sollten von Ihnen aufgerufene Seiten Cookies benötigen, dann werden Sie darauf hingewiesen. In den jeweiligen Browseroptionen können Sie Cookies nur für diese Sitzung oder auf Dauer für diese Seite zulassen. Foto: M.Wolff

– Haben Sie auch eine Frage?

Dann schreiben Sie uns:

E-Mail: computer@tagesspiegel.de

Postanschrift: Verlag Der Tagesspiegel,

Redaktion Computer, 10876 Berlin

0 Kommentare

Neuester Kommentar