Medien : An Gerhard Ziegler Geschäftsführer PC Notruf

Wenn Ruhe zum Zustand wird

An Gerhard Ziegler

Wie unterscheidet sich der Standby-Modus vom Ruhezustand und wie schalte ich die Stromsparfunktionen bei Windows ein?

Im Standby-Modus sind Bildschirm und Festplatten ausgeschaltet, so dass das System weniger Strom verbraucht. Der Prozessor und das Netzteil bleiben jedoch – im Leerlauf – eingeschaltet. Beim Ruhezustand werden zuerst der Arbeitsspeicher und der Zustand des Desktops auf die Festplatte gespeichert und dann der PC heruntergefahren – auch der Prozessor ist dann abgeschaltet, und der Computer verbraucht fast keinen Strom mehr.

Der größte Nachteil des Standby-Modus ist der hohe Stromverbrauch, der bei bis zu 100 Watt liegen kann. Zudem können im Standby-Modus nicht gespeicherte Dateien verloren gehen, wenn der Rechner wärend des Standby-Modus abstürzt oder der Strom wegbleibt. Der Standby-Modus hat aber gegenüber dem Ruhezustand den Vorteil, dass der Rechner sehr schnell wieder betriebsbereit ist. Der Standby-Modus eignet sich darum zum Energiesparen bei kürzeren Pausen. Wird der Computer längere Zeit nicht benötigt, ist der Ruhezustand die richtige Wahl. Dann ist auch die Gefahr eines Absturzes und eines Datenverlusts sehr gering. Dass häufiges Aus- und Einschalten dem Computer schadet – wie man manchmal hört – können wir allerdings nicht bestätigen.

Um den Ruhezustand nutzen zu können, müssen beim Betriebssystem Windows in der Systemsteuerung die Energieoptionen angepasst werden. Dazu wird im Karteireiter „Ruhezustand“ ein Häkchen gesetzt. Tatsächlich aktiviert werden der Ruhezustand und der Standby-Modus dann zum einen automatisch – je nach der im Karteireiter „Energieschema“ eingestellten Zeit. Zum anderen kann man den Ausschalter und den Schalter für den Ruhezustand – falls vorhanden – so einrichten, dass der PC entweder in den Standby-Modus oder in den Ruhezustand wechselt. Oder man nutzt als dritte Möglichkeit das Windows-Menü zum Herunterfahren, um in den gewünschten Modus zu wechseln.

Übrigens: Wer gar keinen Strom verbrauchen möchte, muss am Ende den Schalter am Computernetzteil auf 0 stellen oder den Stecker ziehen. Denn sonst benötigt die „Minimalelektronik“ des PCs geringfügig Strom. Diese ist notwendig, da das Einschalten des Computers elektronisch funktioniert. Foto: Mike Wolff

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