Medien : An Lutz Treutler, Geschäftsführer Com.Box

Die Sprachqualität verbessern

An Lutz Treutler

Ich habe seit kurzem einen DSL-Anschluss, den ich auch zum Telefonieren nutze. Die Sprachqualität ist allerdings deutlich schlechter ist als mit der ursprünglichen Telefonleitung. Man hört ein Echo, alles ist leicht verzerrt und sowohl der Anrufer als auch die eigene Stimme klingt leiser. Was kann ich dagegen tun?

Die Sprachqualität der Internettelefonie hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Von der Bandbreite des Internet-Anschlusses, dem Kompressionscodec und dem verwendeten Telefonapparat. Bei geringerer Bandbreite müssen die Daten stärker komprimiert werden, die Qualität wird schlechter. Im optimalen Fall wird die Bandbreite durch ein so genanntes Quality of Service (QoS) System zugeteilt. Ihr DSL-Modem von AVM verwendet ein solche Technik namens „Traffic Shaping“, um zeitkritischen Anwendungen wie der Internettelefonie die verfügbare Bandbreite bevorzugt zuzuweisen. Möglicherweise ist in ihrem Modem das Traffic Shaping nicht oder nicht richtig konfiguriert.

Ein zweiter Faktor ist der gewählte Kompressionscodec. Bei Geräten, die speziell für die Internet-Telefonie ausgelegt sind, werden Codecs benutzt, die in etwa der Sprachqualität von Mobilfunk oder – bei ausreichend verfügbarer Bandbreite – sogar eines ISDN-Anschlusses entsprechen. Unwahrscheinlich, aber möglich wäre, dass Ihr Router nicht automatisch den besten Codec aussucht. Allerdings lassen sich diese Einstellungen nur vom Experten verändern. Häufig hilft es, die Telefonie-Einstellungen auf den Ursprungswert zurückzusetzen.

Der dritte Störfaktor betrifft die Verbindung zwischen Ihrem Telefon und dem DSL-Modem. Nicht jedes Telefon ist gleich gut geeignet für die Internet-Telefonie: Ich würde empfehlen, mit einem anderen Apparat zu prüfen, ob die Qualität dann besser wird.

In jedem Fall ist es ratsam, sich von Zeit zu Zeit neue Updates für den DSL-Router zu besorgen. Gerade die Echo-Unterdrückung wird ständig weiterentwickelt. Die Fritz!Box von AVM erkennt dabei von selbst, ob die aktuelle Firmware installiert ist. Wenn nicht, wird das Update angeboten. Auf Wunsch wird dann die Firmware-Datei automatisch heruntergeladen und das Update ohne weiteres menschliches Zutun im Gerät installiert. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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