Medien : An Lutz Treutler Geschäftsführer Com.Box

Verdächtige Post ungelesen löschen

An Lutz Treutler

Ich habe gerade eine E-Mail mit dem Hinweis erhalten, dass ich vor einigen Tagen eine Mail mit einem Virus verschickt haben soll. Zu der Zeit war ich aber in Urlaub. Muss ich mir nun Sorgen machen?

Sicherheitshalber sollten Sie diese Mail, wie jede andere verdächtige, gleich ungeöffnet löschen. Sie könnte nämlich gefälscht sein. Ob die Warnung selbst einen Virus enthält, lässt sich nicht ohne weiteres sagen. Das ist möglich, wird aber nicht mehr so oft beobachtet. Ein Virus könnte in einem Anhang oder seltener in einer verborgenen Programmanweisung (Makro oder Skript) versteckt sein. Vielleicht enthält die Mail einen Verweis (Link), der auf eine Webseite führt, von der aus Ihr PC verseucht wird. Auch durch Sicherheitslücken im Betriebssystem können Viren eingeschleust werden.

Die von Ihnen erhaltene Warn-Mail könnte aber auch echt sein: In dem Fall hätte jemand Ihre Mail-Adresse unerlaubt benutzt, um verseuchte Mails zu verbreiten. Sie könnten sich einen Wurm eingefangen haben, der nun in Ihrem Computer aktiv ist. Er würde alle Mail-Adressen, die er auf Ihrem Computer finden kann, mit einer Mail anschreiben, um den Wurm weiterzuverbreiten. Öffnen die Empfänger die Mail beziehungsweise den Anhang, kann eine Epidemie entstehen. Wenn Sie aber im Urlaub waren, und der Computer während der Zeit nicht eingeschaltet wurde, fällt diese Möglichkeit aus.

Wie finden Sie heraus, ob Ihr Computer infiziert ist? Verwenden Sie dazu einen Virenscanner. Das Programm Avira gibt es unter www.avira.de für Privatanwender kostenlos. Das Schutzprogramm bleibt zum Schutz auf Ihrem Computer und sollte regelmäßig – möglichst täglich – aktualisiert werden. Außerdem sollten Sie immer die Angebote für Systemupdates annehmen, damit Sicherheitslöcher verschlossen werden. Mehr Informationen über Computerschädlinge stehen unter www.heise.de/security/dienste/. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gilt grundsätzlich: verdächtige Mails ungeöffnet löschen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

– Haben Sie auch eine Frage?

Dann schreiben Sie uns:

E-Mail: computer@tagesspiegel.de

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