Medien : An Reinhold Scheck Experte für Windows-Fragen

So lassen sich Dateilisten drucken

An Reinhold Scheck

Ich brauche immer wieder Listen von Dateinamen, zum Beispiel aus meinem Video- oder Fotoordner, kann aber in Windows keine Druckoption finden. Wie gelingt dennoch der Ausdruck von Dateilisten?

Hier wurde in der Tat eine merkwürdige Funktionslücke gelassen. Der direkte Ausdruck von Dateilisten ist mit dem Windows Explorer nicht möglich. Und ein Anfertigen von Screenshots ist ein äußerst dürftiger Ersatz, wenn Sie eine bearbeitungsfähige Dateiliste brauchen.

Zum Glück haben sich viele Entwickler dieses Problems angenommen und deswegen gibt es etliche Lösungen, die Sie im Internet als Freeware oder als Shareware beziehen können. Suchen Sie beispielsweise nach „DirPrint“, „ExpPrint“, „Folder Printer“ oder „Directory Printer“ – es gibt etliche mehr. Solche Werkzeuge werden teilweise nur in Englisch angeboten. Manche davon sind sehr komfortabel, etliche sind aber auch völlig überdimensioniert – jedenfalls was den Alltagsgebrauch des Privatanwenders betrifft. Ich benutze schon seit geraumer Zeit und gerne die deutschsprachige Freeware „DirPrint“ in der Version 1.6b.

Wer nur selten eine Dateiliste braucht und den Gebrauch des „guten alten“ Betriebssystems DOS nicht scheut, kommt auch mit Windows-Bordmitteln schnell zum Ergebnis: Klicken Sie auf „Start“, dann auf „Ausführen“ und geben in das Dialogfeld cmd ein. Mit OK öffnen Sie die Eingabeaufforderung. Mit cd, Ordnername und Enter gelangen Sie zu dem Verzeichnis, dessen Dateiliste Sie ausdrucken wollen. Geben Sie jetzt einen Dir-Befehl mit Parametern und einen Dateinamen mit der Namenserweiterung txt ein. Nach dem Drücken der Eingabetaste wird Ihre Dateiliste als Textdatei in dem betreffenden Ordner abgelegt und kann gedruckt beziehungsweise in Word oder Excel weiterverarbeitet werden. Mit der Befehlskette dir /b /a-d /-p >Dateiliste.txt erzeugen Sie eine Dateiliste des aktuellen Ordners. Mit der Befehlskette dir /b /a-d /-p /s >Dateiliste.txt eine Liste, die auch die Daten der Unterordner enthält. Foto: Kai-Uwe Heinrich

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