Medien : An Reinhold Scheck, Experte rund um Windows und Office

Gefährliche Dateien direkt löschen

An Reinhold Scheck

Ich erhalte häufig zusammen mit E-Mails verschiedene Dateien als Anhänge. Natürlich weiß ich, dass darin auch Viren enthalten sein können. Aber wie genau kann ich erkennen, ob diese Dateien potenziell gefährlich sind oder ob ich sie doch unbesorgt öffnen kann?

Ich gehe davon aus, dass Sie den Absender der E-Mail kennen und auch wissen oder in Erfahrung bringen können, warum Sie diese Datei jetzt erhalten. Sollte das nicht zutreffen ist das sofortige Löschen der E-Mail samt ihrer Anhänge auf jeden Fall die beste Entscheidung.

Wenn Sie jedoch die fremde Datei öffnen wollen oder müssen, sollten Sie über einen wirksamen (also regelmäßig aktualisierten) Virenschutz verfügen – und damit generell alle eingehenden Dateien scannen – und auch zwischen potenziell gefährlichen und eher harmlosen Dateien unterscheiden können. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist dabei die meist aus drei Zeichen bestehende Dateinamenserweiterung wie doc, xls, ppt oder pdf. Diese kann helfen, die Dateien nach ihrem möglichen Risiko für Ihren Computer zu klassifizieren. Aus der mittlerweile sehr großen Vielfalt von Dateitypen hier ein paar Beispiele:

Relativ unbesorgt können Sie bei Dateien mit den Namenserweiterungen pdf, avi, bmp, gif, jpg, mp3, wav oder txt sein. Kritisch ist dagegen das Öffnen von Dateien des Typs doc, xls, ppt oder pps (PowerPoint-Präsentationsdatei), also offenbar ganz „normale“ Dateien aus Word, Excel und PowerPoint. Diese Dateien können Viren enthalten und sollten in jedem Fall vor dem Öffnen gescannt werden – auch wenn sie aus scheinbar sicheren Quellen stammen (vielleicht wusste der Anwender ja gar nichts von dem schädlichen Inhalt). Hoch riskant ist das Öffnen von ausführbaren Programmen, also von Dateien mit den Namenserweiterungen exe, com, bat oder vbs. Wenn Sie eine solche Datei unaufgefordert per E-Mail erhalten, sollten Sie sie auf jeden Fall sofort löschen.

Wenn Sie stets darüber informiert sein wollen, welche Namenserweiterungen alle Ihre Dateien haben, wählen Sie im Windows-Explorer den Befehl Extras/Ordneroptionen. Öffnen Sie dann die Registerkarte „Ansicht“ und schalten Sie bei „Erweiterte Einstellungen“ die Option „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ aus. Klicken sie dann auf die Schaltfläche „Für alle übernehmen“ und abschließend auf OK.

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