• Angebliche Rotlichtvergangenheit: Wulffs Anwalt dementiert Bericht über Löschung von Google-Einträgen

Angebliche Rotlichtvergangenheit : Wulffs Anwalt dementiert Bericht über Löschung von Google-Einträgen

Der Anwalt von Bettina Wulff hat einen Bericht teilweise dementiert, wonach seine Kanzlei Google um die Löschung von 3000 Sucheinträgen gebeten hatte. Trotzdem hat der Konzern mittlerweile acht Einträge zur angeblichen Vergangenheit der ehemaligen Präsidentengattin entfernt.

Bettina Wulff will im Internet nichts mehr über ihre angebliche Vergangenheit lesen. Foto: dpa
Bettina Wulff will im Internet nichts mehr über ihre angebliche Vergangenheit lesen.Foto: dpa

Der Anwalt der früheren Präsidentengattin Bettina Wulff, Gernot Lehr, hat einen Bericht über die Löschung von Google-Einträgen zur angeblichen Rotlichtvergangenheit Wulffs teilweise dementiert. Anders als in der „Bild am Sonntag“ dargestellt, habe seine Kanzlei nie um die Löschung von 3.000 Sucheinträgen gebeten, sagte Lehr am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Die Kanzlei habe dem Suchmaschinenkonzern Google im Frühjahr eine Liste mit lediglich 51 Einträgen übermittelt, auf denen falsche Tatsachen über Wulff behauptet worden seien. Diesem Schreiben sei irrtümlich eine wesentliche längere Liste mit mehreren tausend Einträgen beigefügt gewesen, die jedoch umgehend zurückgezogen worden sei. Auch habe die Kanzlei nie darum gebeten, den Link auf Bettina Wulffs Wikipedia-Eintrag zu löschen. Ein Google-Sprecher bestätigte inzwischen, dass das Unternehmen acht der 51 Sucheinträge wegen rechtswidriger Tatsachenbehauptungen gelöscht habe.

Die Liste mit den 51 Beiträgen, die dapd vorliegt, enthält Artikel auf Internetportalen, die aufgrund ihres Unternehmenssitzes im Ausland teilweise juristisch schwer anzugreifen sind. Dazu zählt auch das als rechtsradikal geltende ultra-reaktionäre Portal kreuz.net. Dort sind die entsprechenden Artikel über Wulffs angebliche Vergangenheit jedoch nicht mehr zu finden. Jedoch wurde auch ein medienkritischer Artikel der Wochenzeitung „Der Freitag“ moniert, der noch online ist.

Bettina Wulff geht in die Offensive
Schlechte Presse: Für Bettina Wulff wurde die Medienoffensive zum unerwünschten Bumerang. Foto: dpaAlle Bilder anzeigen
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16.09.2012 15:37Schlechte Presse: Für Bettina Wulff wurde die Medienoffensive zum unerwünschten Bumerang.

Anfang September hatten Bettina Wulffs Anwälte außerdem Klage wegen der sogenannten Autocomplete-Funktion von Google eingereicht. Diese Klage wird jetzt an die Google-Zentrale in die USA weitergeleitet. Wulffs Anwälte fordern darin die Löschung von 85 Suchbegriffen aus der automatischen Suchergänzung.

(dapd/tsp)

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