Medien : Angstfreie Moderation

Versprecher kein Verbrechen

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„Unter den Moderatoren herrscht keine Angst vor dem Versprecher“, sagt Astrid Frohloff, die die Sat1-Hauptnachrichten „18:30“ präsentiert. Es gebe auch keine negativen Reaktionen: „Das Publikum will keine Sprechmaschinen, keine Roboter.“ Andererseits erwarte der Zuschauer Souveränität und professionelles Handeln, „gerade bei Sondersendungen, wenn der Ablauf der Sendung sich von Minute zu Minute ändert“. Ein guter Nachrichten-Moderator sei „kein Vorleser“, sondern zeichne sich dadurch aus, dass er „eine Sendung auch im Freiflug“ moderieren könne. Bei „Breaking News“ ginge es hinter den Kulissen hoch her: „Da ist ein Beitrag noch nicht fertig, die Tonleitung zum Interviewpartner steht nicht oder der Tisch-Computer gibt seinen Geist auf“ – in der Hektik könne schon mal ein Versprecher reinrutschen. Und bei der BBC, sagt Astrid Frohloff, trainieren sich die Moderatoren Versprecher regelrecht als Kunstgriff an, um die Moderation interessanter zu machen und mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. jbh

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