ARD-GESCHICHTSSTUNDE : Die doppelte Ferres, die dreifache Fleck

Die heftige Werbung im ARD-Programm wie auch außerhalb zeigte ihre Wirkung. Der erste Teil des Films „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ erreichte am Sonntagabend 8,35 Millionen Zuschauer. Bereits am Freitagabend hatten bei Arte, das beide Folgen vorab am Stück ausstrahlte, 1,61 Millionen Menschen eingeschaltet. Die sehr gute Quote für den Film um 20 Uhr 15 verhalf der dritten Ausgabe von „Anne Will“ um 21 Uhr 45 zum bisher besten Resultat der neuen ARD-Talkshow: 5,87 Millionen Zuschauer. Die ARD hatte offenbar den richtigen Gedanken, als sie Film und Diskussion miteinander verstrebt hatte. „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ nimmt die reale Geschichte der Jutta Fleck auf, die nach einem missglückten Fluchtversuch aus der DDR von ihren Kindern getrennt wurde. Bei „Anne Will“ saßen die beiden Fleck-Töchter zu Beginn auf dem „Betroffenheitssofa“, ihre Mutter war neben Veronica Ferres platziert, die im Zweiteiler eben noch Jutta Fleck gespielt hatte (alias Sara Bender im Film).

Von der breiten Resonanz her war die ARD-„Geschichtsstunde“ über privates Leben und staatliches Handeln in der DDR klug und erfolgreich geplant. Joachim Huber

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