Medien : ARD: Neuer Streit um „Hart aber fair“

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Der Beschluss der ARD-Intendanten, dass WDR-Moderator Frank Plasberg mit seiner Talksendung „Hart aber Fair“ in die ARD wechselt, beschäftigt den Senderverbund ebenso weiter und jetzt auch das ZDF. Ein ARD-Intendant sagte dem Tagesspiegel, dass „die Entscheidung keineswegs eine wöchentliche Ausgabe von ,Hart aber fair bedeuten muss“. Würde Plasbergs Sendung immer am favorisierten Donnerstag laufen, „bekommen wir wegen der zu erwartenden schwächeren Quoten als beim derzeitigen Unterhaltungsprogramm vom ZDF einen Blumenstrauß zum Dank.“ ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte: „Hart aber fair“ und unser Talk ,Berlin Mitte’ am Donnerstag wäre mehr als unglücklich.“ Sollte die ARD sich „nicht vernünftig“ verhalten, „werden wir uns zu wehren wissen“. Eine Option wäre, „Berlin Mitte“ am Sonntag gegen die Nachfolgesendung von Sabine Christiansen mit Anne Will zu setzen.

Dem „Spiegel“ sagte die Moderatorin, sie möchte in ihre Talkshow weniger Prominente einladen. Sie werde sich „die Gäste nicht nach Status, Prominenz oder Titel aussuchen, sondern nach der Relevanz ihrer Geschichten“, sagte Will. Zudem sollten künftig mehr Frauen eingeladen werden. Medium und Format böten „Raum für tiefgründige Gespräche“. Es gehe aber nicht darum, „krampfhaft etwas anders zu machen“. Aller Voraussicht nach wird Wills neue Talkshow nicht mehr aus der bisherigen Glaskuppel nahe der Berliner Gedächtniskirche übertragen. Auch der Name sei noch offen. jbh

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