Medien : ARD und ZDF schnallen die Skier an

Der finanziell angeschlagene Deutsche Skiverband (DSV) ist beim Abschluss eines neuen Fernsehvertrags mit einem blauen Auge davongekommen, muss aber sechs Millionen Euro Lehrgeld zahlen. Die Fans dürfen sich auch in diesem Winter auf ausführliche Wintersport-Übertragungen freuen, weil ARD und ZDF alle 24 deutschen Wettbewerbe der Saison zeigen dürfen. Der Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende und enthält eine Option bis 2011 für die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.

Nach dpa-Informationen kassiert der Verband zwar etwa zehn Millionen Euro jährlich und muss damit geringere Einbußen hinnehmen als lange befürchtet. Allerdings lässt sich der bisherige Rechteinhaber RTL seinen Verzicht auf den Wintersport mit einer einmaligen Kompensationszahlung von etwa sechs Millionen Euro teuer bezahlen. Während die Biathleten dank eines eigenen Fernsehvertrags nicht betroffen sind, müssen Alpine, Skispringer, Kombinierer, Langläufer und Freestyler in diesem Winter mit acht Prozent weniger Geld auskommen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender kamen dem DSV wohl auch dank einer Einflussnahme „von oben“ entgegen. Weder Sportfunktionäre noch die Politik wollten eine Teilinsolvenz innerhalb eines der größten deutschen Verbände riskieren. Immerhin stehen in der alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen und der wahrscheinlichen Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 wichtige Ereignisse an. dpa/jbh

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