Medien : Auch Radio kostet

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Die DFL und die Profiklubs haben den Aufstand der privaten Radiosender in erster Instanz abgewehrt. Hörfunkstationen müssen demnach für die Bundesliga-Live-Berichterstattung Lizenzgebühren an die DFL zahlen. Das entschied das Landgericht Hamburg am Freitag. Es wies in einem Musterprozess die Klage des Privatsenders Radio Hamburg gegen den Hamburger SV, den FC St. Pauli und die DFL ab. Der Sender, der im Auftrag des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikaton (VPRT) eine kostenlose Berichterstattung durchsetzen wollte, kündigte Berufung an. Das Landgericht Hamburg wertete das in Artikel 13 im Grundgesetz verankerte Hausrecht der Klubs höher als die Rundfunkfreiheit. „Bei der Abwägung der beiderseitigen Grundrechts-Positionen sind wir dazu gekommen, dass das Recht der Rundfunkhörer nicht zu sehr eingeschränkt wird durch eine Vergütung der Live-Berichterstattung“, begründete Richter Bolko Rochow das Urteil. dpa

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