Auf Lizenzbasis : Springer produziert „Arte Magazin“

Der deutsch-französische Sender Arte lässt seine Programmzeitschrift künftig bei Springer produzieren

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Verkauft sich gut, die Programmzeitschrift des Senders Arte.
Verkauft sich gut, die Programmzeitschrift des Senders Arte.Repro: Tsp

Axel Springer Corporate Solutions will die Produktion des „Arte Magazins“ übernehmen. Das Berliner Verlagshaus und der deutsch-französische Fernsehsender bestätigten dem Tagesspiegel laufende Vertragsverhandlungen, zu näheren Details gab es keine Informationen. Die monatlich erscheinende Programmzeitschrift wird im Abonnement und Einzelhandel vertrieben, nach der letzten IVW-Messung im zweiten Quartal 2015 werden pro Ausgabe an die 120 000 Hefte verkauft, für ein Sendermagazin eine überaus respektable Zahl. Arte wird mit der Neukonstruktion nur noch die Herausgeberschaft beim „Arte Magazin“ ausüben, Redaktion und Produktion wird Springers Corporate Solutions übernehmen. Es läuft auf ein Lizenzgeschäft hinaus: Arte vergibt die Lizenz, Springer nimmt sie, Arte bekommt Geld, Springer wird Geld verdienen. Das Vorhaben stehe noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt, teilten beide Partner mit

Interessant ist, dass das Mantra von Springer-Boss Mathias Döpfner, wonach Print keine Zukunft habe, nur so lange gilt, wie damit Geld verdient werden kann. Zudem bemerkenswert, dass das Medienhaus Geschäfte mit einem öffentlich-rechtlichen Sender machen will, wo sonst die Kritik am beitragsfinanzierten System nicht verstummen will. Beides zusammen erlaubt den Schluss, dass im Hause Springer eine Überzeugung vor allen anderen gilt: Argentum non olet – Geld stinkt nicht. Joachim Huber

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