Aus BERLIN für die Welt : Puszta, Paprika – aber keine Politik

Die ungarische Zeitung „Berlini Híradó“ will Werbung für ihr Land machen.

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Chef: László Hetey
Chef: László Hetey

„Berlini Híradó“ ist ungarisch und heißt so viel wie „Nachrichten aus Berlin“. Seit 1995 wird das halbjährlich erscheinende Heft von der Ungarischen Vereinigung Berlin e. V. herausgegeben.

Die Zeitung will über die Vereinsaktivitäten informieren und „in dem multiethnischen Berlin Werbung für die ungarische Kultur machen und das ungarische Leben fördern“, sagt der Vereinsvorsitzende und Chefredakteur László Hetey. Berichtet werde „über kommende und vergangene Veranstaltungen, über interessante Persönlichkeiten, über Ungarn und über alles, was in Berlin ungarisch ist.“ Die Texte sind zum Teil auf Ungarisch geschrieben, zum Teil auf Deutsch. Nur der Leitartikel erscheint in beiden Sprachen. Die Themen sind vielfältig, nur aus politischen Diskussionen, zum Beispiel über die umstrittenen Verfassungsänderungen Ungarns, hält sich das Blatt raus.

Hetey schätzt, dass etwa 4000 Ungarn in Berlin leben, 90 davon sind Mitglieder des Vereins. Für sie und ihre Angehörigen ist „Berlini Híradó“ in erster Linie gedacht, aber auch für alle anderen, die sich für das ungarische Leben in Berlin interessieren. Die können das Heft zum Beispiel im Collegium Hungaricum für zwei Euro erwerben, es liegt auch in der Ungarischen Botschaft aus. Die nächste Ausgabe erscheint zu Weihnachten. Sabine Sasse

In Berlin erscheinen rund 200 fremdsprachige Zeitungen und Periodika. Wir stellen einige vor.

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